Vergleich akti­ver und inak­ti­ver Uveitis

Vitamin-D-Supplementierung mit verminderter Aktivität verbunden

30. Januar 2020

MELBOURNE (Bier­mann) – In einer kürz­lich veröf­fent­lich­ten Studie wurden bei Pati­en­ten mit akti­ver Uvei­tis signi­fi­kant nied­ri­ge­re 25-Hydro­xy-Vitamin-D-Serum­spie­gel gemes­sen als bei Pati­en­ten mit inak­ti­ver Uvei­tis und als lokale popu­la­ti­ons­ba­sier­te Schät­zun­gen erge­ben hatten. Die Studi­en­au­toren stell­ten fest, dass eine Vitamin-D-Supple­men­tie­rung mit einer vermin­der­ten Uvei­tis-Akti­vi­tät verbun­den war, ebenso wie eine Sonnen­ex­po­si­ti­on bei Perso­nen mit Vitamin-D-Defi­zi­enz. Diese Ergeb­nis­se lassen den Forschern zufol­ge die Schluss­fol­ge­rung zu, dass eine Vitamin-D-Supple­men­tie­rung als Option zur Vorbeu­gung eines Uvei­tis-Rezi­divs bei Risi­ko­pa­ti­en­ten unter­sucht werden sollte.

Bei allen 151 Teil­neh­mer der prospek­ti­ven Fall-Kontroll-Studie waren die Serum­spie­gel von 25-Hydro­xy-Vitamin‑D gemes­sen worden. Zudem füll­ten die Proban­den einen Frage­bo­gen aus, in dem sie Anga­ben zur Vitamin-D-Aufnah­me (Supple­men­tie­rung) und zur Expo­si­ti­on gegen­über ultra­vio­let­tem Licht (an Wochen­ta­gen und an Wochen­en­den) mach­ten. Die 25-Hydro­xy-Vitamin-D-Serum­spie­gel wurden zwischen den Grup­pen mit akti­ver bzw. inak­ti­ver Uvei­tis vergli­chen sowie mit bevöl­ke­rungs­be­zo­ge­nen Schät­zun­gen. Bei letz­te­ren wurde eine Stra­ti­fi­zie­rung nach geogra­fi­scher Region und Jahres­zeit vorgenommen. 

Der media­ne Wert für Vitamin D im Serum der Pati­en­ten mit akti­ver Uvei­tis (n=74) betrug 46 nmol/l (Inter­quar­til­be­reich [IQR] 29–70 nmol/l) und war damit signi­fi­kant nied­ri­ger als in der Kontroll­grup­pe mit inak­ti­ver Uvei­tis (n=77) mit 64 nmol/l (IQR 52–79 nmol/l; p<0,001). Die Pati­en­ten­grup­pe mit akti­ver Uvei­tis wies außer­dem nied­ri­ge­re durch­schnitt­li­che Vitamin-D-Spie­gel im Serum auf als der Median in der loka­len Bevöl­ke­rung von 62 nmol/l (IQR 46–77 nmol/l). Eine Vitamin-D-Supple­men­tie­rung war auch signi­fi­kant mit Uvei­tis-Inak­ti­vi­tät asso­zi­iert (p=0,026; Kendalls τ‑Test). In einer Subana­ly­se von Teil­neh­mern mit Vitamin-D-Mangel war die Sonnen­ex­po­si­ti­on signi­fi­kant mit einer Uvei­tis-Inak­ti­vi­tät asso­zi­iert (p=0,014 für Analy­sen Wochen­ta­ge und Wochen­en­den betreffend).

(ac)

Autoren: Chiu ZK et al.
Korrespondenz: Anthony J. Hall; anthonyhall@bigpond.com
Studie: Patterns of Vitamin D Levels and Exposures in Active and Inactive Noninfectious Uveitis Patients
Quelle: Ophthalmology 2020;127(2):230–237.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ophtha.2019.06.030

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