Uvei­ti­sches Maku­la­ödem

POINT-Studie: Intravitreale oder periokuläre Steroide?

11. Juli 2019

BALTIMORE (Bier­mann) – Im Rahmen der POINT-Studie wurde die Wirk­sam­keit von entwe­der 3 perio­ku­lä­ren Triamci­no­lo­na­ce­to­nid-Injek­tio­nen (PTA) oder 3 ­intra­vit­rea­len Triamci­no­lo­na­ce­to­nid-Injek­tio­nen (ITA) oder 1 intra­vit­rea­len Dexa­me­tha­son-Implan­tat (IDI) evalu­iert. Die in die Studie einge­schlos­se­nen Pati­en­ten wurden rando­mi­siert 1:1:1 auf die 3 Behand­lungs­ar­me verteilt. Pati­en­ten mit beid­sei­ti­gem Maku­la­ödem erhiel­ten für beide Augen die glei­che Thera­pie.

Als primä­rer Endpunkt wurde die zentra­le Netz­haut­di­cke im OCT nach 8 Wochen im Vergleich zur Base­li­ne-Unter­su­chung analy­siert. Sekun­dä­re Endpunk­te waren eine Verbes­se­rung des Maku­la­ödems zu mehr als 20 % oder eine komplet­te Rück­bil­dung des Maku­la­ödems, der best­kor­ri­gier­te Visus und der intrao­ku­la­re Druck im Verlauf der Studi­en­dau­er von 24 Wochen.

Alle Behand­lungs­grup­pen zeig­ten im Verlauf der Studi­en­dau­er eine Verbes­se­rung der zentra­len Netz­haut­di­cke. Intra­vit­rea­le Injek­tio­nen konn­ten hier­bei eine größe­re Verbes­se­rung (Reduk­ti­on von 39 % bei ITA und 46 % bei IDI) erzie­len als para­bul­bä­re Injek­tio­nen (Reduk­ti­on von 23 % bei PTA). In allen Behand­lungs­grup­pen zeigte sich außer­dem eine Verbes­se­rung des best­kor­ri­gier­ten Visus, wobei in den Grup­pen mit intra­vitrealen Injek­tio­nen die Visus­ver­bes­se­rung um 5 Buch­sta­ben höher lag als in der Gruppe mit perio­ku­lä­ren Injek­tio­nen. Aller­dings war in den Grup­pen mit intra­vit­rea­ler Behand­lung das Risiko einer Augen­in­nen­druck­erhö­hung auf ≥24 mmHg höher als bei peri­okulären Injek­tio­nen. Zwischen den beiden Grup­pen mit intra­vi­te­ra­len Injek­tio­nen fanden sich keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de.

Die Autoren schluss­fol­ger­ten, dass sich intra­vit­rea­le Injek­tio­nen mit Triamci­no­lo­na­ce­to­nid oder Dexa­me­tha­son perio­ku­lä­ren Injek­tionen in der Behand­lung des uvei­ti­schen Maku­la­ödems über­le­gen zeig­ten. Aller­dings bestehe hier­bei auch ein leicht erhöh­tes Risiko für einen Augen­in­nen­druck­an­stieg.

(ak)

Autoren: Thorne JE et al.
Korrespondenz: Jennifer E. Thorne; jthorne@jhmi.edu
Studie: Periocular Triamcinolone vs. Intravitreal Triamcinolone vs. Intravitreal Dexamethasone Implant for the Treatment of Uveitic Macular Edema: The PeriOcular vs. INTravitreal corticosteroids for uveitic macular edema (POINT) Trial
Quelle: Ophthalmology 2019 Feb;126(2):283–295.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ophtha.2018.08.021

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