Uvei­ti­sches Maku­la­ödem

Anti-IL6-Rezeptor Tocilizumab führt zur Befundbesserung

4. Juli 2019

SANTANDER (Bier­mann) – Das zystoi­de Maku­la­ödem (ZMÖ) bei Uvei­tis ist eine häufi­ge Erblin­dungs­ur­sa­che. In der vorlie­gen­den Studie wurde eine Behand­lung mit Toci­li­zumab (TCZ) bei insge­samt 25 Pati­en­ten mit ZMÖ bei nicht infek­tiö­ser Uvei­tis unter­sucht, welche auf Corti­cos­te­roi­de und ein oder mehre­re Immun­sup­pres­si­va nicht adäquat reagiert hatten. Ein ZMÖ wurde defi­niert als zentra­le Netz­haut­di­cke >300 µm.

Das durch­schnitt­li­che Alter der Pati­en­ten lag bei 33,6±18,9 Jahren. Als Grund­er­kran­kun­gen fanden sich juve­ni­le idio­pa­thi­sche Arthri­tis (n=9), M. Behcet (n=7), Bird­shot-Reti­no­cho­roi­do­pa­thie (n=4), idio­pa­thisch (n=4) und Sarkoi­do­se (n=1). In 9 Fällen zeigte sich eine Panu­vei­tis, in 7 Fällen eine Uvei­tis ante­rior in 5 Fällen eine Uvei­tis poste­rior sowie in 4 Fällen eine inter­me­diä­re Uvei­tis. Die meis­ten Pati­en­ten wiesen ein ZMÖ in beiden ­Augen auf (n=24).

TCZ wurde als Mono­the­ra­pie oder in Kombi­na­ti­on mit ande­ren konven­tio­nel­len Immun­sup­pres­si­va einge­setzt. Unab­hän­gig von der Grund­er­kran­kung konn­ten eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung der Maku­la­di­cke (415,7±177,2 bzw. 259,1± 499,5 μm) und eine Visus­ver­bes­se­rung (0,39±0,31 bzw. 0,54±0,3) erreicht werden. Die tägli­che Pred­ni­son-Dosis konnte von 15,9±13,6 mg/Tag auf 3,1±2,3 mg/Tag redu­ziert werden.

(ak)

Autoren: Vegas-Revenga N et al.
Korrespondenz: Miguel A. González-Gay; miguelaggay@hotmail.com
Studie: Anti-IL6-Receptor Tocilizumab in Refractory and Noninfectious Uveitic Cystoid Macular Edema: Multicenter Study of 25 Patients
Quelle: Am J Ophthalmol 2019 Apr;200: 85–94.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2018.12.019

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