Uvei­tis poste­rior mit vitel­li­form-ähnli­chen Läsionen

Kombination ist diagnostisch und prognostisch bedeutsam

9. August 2021

WALTHAM (Bier­mann) – Die erwor­be­ne vitel­li­form-ähnli­che Maku­la­dys­tro­phie (AVLL) zeich­net sich durch eine soli­tä­re, rund­li­che, leicht erha­be­ne, subfovea­le, eidot­ter­ähn­li­che Läsion aus. Eine aktu­el­le Studie aus den USA hat nun gezeigt, dass das Vorlie­gen einer AVLL bei Pati­en­ten mit verschie­de­nen Formen einer Uvei­tis sowohl einen diagnos­ti­schen, im Sinne einer Uvei­tis als Diffe­ren­zi­al­dia­gno­se, als auch einen prognos­ti­schen Wert haben kann.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 25 Pati­en­ten mit Uvei­tis in die retro­spek­ti­ve Fall­stu­die auf. Bei 12 Pati­en­ten (21 Augen) lag neben der Uvei­tis zusätz­lich eine AVLL (Studi­en­grup­pe) vor, und bei 13 Pati­en­ten (24 Augen) fehlte die AVLL (Kontroll­grup­pe). Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te und verglich zwischen den beiden Grup­pen den klini­schen Verlauf sowie den diagnos­ti­schen Wert und die prognos­ti­sche Signi­fi­kanz der AVLL. Sie verwen­de­te zur bild­ge­ben­den Darstel­lung der reti­no­cho­ro­ida­len  Verän­de­run­gen die opti­sche Kohä­renz­to­mo­gra­phie (OCT).

Die US-ameri­ka­ni­schen Forscher ermit­tel­ten, dass sich in der AVLL-Gruppe im Vergleich zur Kontroll­grup­pe signi­fi­kant häufi­ger eine Lecka­ge im Bereich der Makula (p=0,005), eine Vasku­li­tis (p=0,01), eine aktive Choro­idi­tis (p=0,01) sowie ein zysto­i­des Maku­la­ö­dem (p=0,008) in der OCT zeigte.

Darüber hinaus stell­ten die Exper­ten fest, dass die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe bei den Pati­en­ten mit AVLL sowohl bei der Erst­vor­stel­lung (p<0,001) als auch bei der letz­ten Nach­un­ter­su­chung (p=0,014) signi­fi­kant gerin­ger lag als in der Pati­en­ten­grup­pe ohne AVLL.

(tt)

Autoren: Maleki A et al.
Korrespondenz: Stephen Foster; sfoster@mersi.com
Studie: Acquired Vitelliform-Like Lesion in Uveitis: A case-series
Quelle: Ocul Immunol Inflamm 2021; Jul 27:1-10.
Web: dx.doi.org/10.1080/09273948.2021.1954201

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