Uvei­tis nach einer SARS-CoV-2-Infektion

Frühzeitige und geeignete Intervention führt zu schneller Rekonvaleszenz

25. März 2022

CHENNAI (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Arbeit berich­ten, kann es bei Pati­en­ten nach einer unkom­pli­zier­ten SARS-CoV-2-Infek­ti­on zu einer Uvei­tis kommen. Die sofor­ti­ge Diagno­se und geeig­ne­te Thera­pie­maß­nah­men können zu einer komplet­ten Remis­si­on mit guten funk­tio­nel­len Ergeb­nis­sen führen.

In ihre retro­spek­ti­ve Beob­ach­tungs­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler 13 Pati­en­ten (21 Augen; 6 Männer, 7 Frauen; mitt­le­res Alter 38±16,8 Jahre) mit einer akuten intrao­ku­lä­ren Inflamma­ti­on (10 Erst­be­fun­de) ein, bei denen inner­halb der voran­ge­gan­ge­nen 6 Wochen im Zeit­raum März 2020 bis Septem­ber 2021 eine SARS-CoV-2-Infek­ti­on diagnos­ti­ziert wurde. Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te Alter, Geschlecht sowie Late­ra­li­tät und Loka­li­sa­ti­on der Uvei­tis. Nach­fol­gend kate­go­ri­sier­ten die Forschen­den die Diagno­se gemäß den Klas­si­fi­ka­ti­ons­kri­te­ri­en der SUN-Arbeits­grup­pe. Des Weite­ren evalu­ier­te die Gruppe die klini­schen Befun­de, die Unter­su­chungs­er­geb­nis­se, die durch­ge­führ­ten Behand­lun­gen, das Anspre­chen auf die Thera­pie, die okulä­ren Kompli­ka­tio­nen sowie den Status bei der letz­ten Vorstel­lung. Die statis­ti­sche Analy­se der demo­gra­fi­schen Daten wurde mithil­fe von Micro­soft Excel 2019 durchgeführt.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass bei 8 Pati­en­ten eine bila­te­ra­le Uvei­tis vorlag. 7 Pati­en­ten litten an einer nicht­gra­nu­lo­ma­tö­sen ante­rio­ren Uvei­tis, 3 an einer inter­me­diä­ren und 1 Pati­ent an einer poste­rio­ren Uvei­tis. In 2 Fällen bestand eine Panuveitis.

Die Uvei­tis­ex­per­ten konsta­tier­ten, dass 7 Pati­en­ten mit topi­schen Corti­cos­te­ro­iden, 2 Pati­en­ten mit oralen und topi­schen Corti­cos­te­ro­iden, 2 Pati­en­ten mit oralen Stero­iden, 1 Pati­ent mit oralen Corti­cos­te­ro­iden und Myco­feno­lat-Mofetil sowie 1 Pati­ent mit Methyl­p­redn­iso­lon intra­ve­nös, oralen und topi­schen Corti­cos­te­ro­iden sowie Metho­trex­at behan­delt wurden.

Die Ophthal­mo­lo­gen stell­ten zudem fest, dass alle Pati­en­ten bis zur letz­ten Unter­su­chung gut auf die Thera­pie anspra­chen. Bei 2 Pati­en­ten traten hinge­gen Kompli­ka­tio­nen (Abla­tio, Steroid­ka­ta­rakt) auf, die eine chir­ur­gi­sche Inter­ven­ti­on erfor­der­ten, worauf­hin sie wieder gute funk­tio­nel­le Ergeb­nis­se erlangten.

(tt)

Autoren: Ganesh SK et al.
Korrespondenz: Sudha K Ganesh; drskg@snmail.org
Studie: An analysis of the clinical profile of patients with uveitis following COVID-19 infection
Quelle: Indian J Ophthalmol 2022; Mar;70(3):1000-1006.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_2735_21

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