Uvei­tis mit serö­ser Ablatio

Vogt-Koyanagi-Harada ist nicht die einzige ursächliche Erkrankung

26. Februar 2021

PORTLAND (Bier­mann)  Um die Präva­lenz und Ursa­che einer uvei­ti­schen serö­sen Abla­tio (SRD) zu ermit­teln, haben US-ameri­ka­ni­sche Wissen­schaft­ler eine retro­spek­ti­ve Daten­aus­wer­tung von einer großen kran­ken­haus­ba­sier­ten Fall­se­rie durchgeführt.

Die Forscher stell­ten bei 78 von 2761 Pati­en­ten (2,8%) eine SRD fest. Die Vogt-Koya­nagi-Harada-Erkran­kung (VKH) erwies sich als die häufigs­te Ursa­che (38/78; 48,7%). Ätio­lo­gisch selte­ner zeig­ten sich eine Toxo­plas­mo­se-beding­te Reti­no­cho­ro­idi­tis (8/78; 10,3%), eine Sarko­ido­se (5/78; 6,4%), ein intrao­ku­lä­res Lymphom (4/78; 5,1%), eine vermu­te­te Tuber­ku­lo­se (3/78; 3,8%) und eine poste­rio­re Skle­ri­tis (2/78; 2,6%).

Die Arbeits­grup­pe stell­te bei 15 Pati­en­ten mit uvei­ti­scher SRD (19,2%)  keine Ursa­che fest und bezeich­ne­te diese als idio­pa­thi­sche oder nicht einzu­ord­nen­de Fälle. 30 der 38 VKH- Pati­en­ten (78,9%) wiesen neuro­lo­gi­sche- und/oder Haut­ver­än­de­run­gen auf und wurden deshalb in komplet­te oder inkom­plet­te Subty­pen unter­teilt. Bei 8 VKH-Pati­en­ten (21,1%)  blieb die VKH-Erkran­kung begrenzt auf das Auge und wurde von den Ophthal­mo­lo­gen als vermutete/okuläre VKH-Erkran­kung bezeichnet.

Die Autoren fassen zusam­men, dass die charak­te­ris­ti­schen klini­schen Befun­de einer uvei­ti­schen SRD zwar am häufigs­ten bei der VKH-Erkran­kung zu finden sind, jedoch auch bei ande­ren nicht­in­fek­tiö­sen und infek­tiö­sen Entzün­dun­gen auftre­ten können.

(tt)

Autoren; Kinast RM et al.
Korrespondenz: Robert Kinast; robertkinast@gmail.com
Studie: Prevalence and causes of clinically detectable uveitic serous retinal detachment
Quelle: Eur J Ophthalmol 2021; Feb 2;1120672121991391 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1177/1120672121991391

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