Uvei­tis im Früh­sta­di­um und nicht­in­va­si­ve OCT- versus inva­si­ve FAG-Diagnostik

Nichtzystische Makulaverdickung korreliert mit retinaler Gefäßleckage

31. August 2022

TEHERAN (Bier­mann) – Einer aktu­el­len Studie zufol­ge korre­spon­diert eine nicht­zys­ti­sche Verdi­ckung der Makula in der OCT, insbe­son­de­re im perif­oveo­lä­ren Bereich, mit einer angio­gra­phi­schen reti­na­len Gefäßle­cka­ge bei Pati­en­ten im frühen Stadi­um einer Uvei­tis. Laut den Autoren der Arbeit erwei­sen sich die nicht­in­va­si­ven OCT-Befun­de als Surro­gat-Biomar­ker für die Entzün­dungs­ak­ti­vi­tät und könn­ten die Anzahl inva­si­ver Unter­su­chun­gen der Fluo­res­zen­z­an­gio­gra­phie (FAG) reduzieren.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 43 Pati­en­ten (100 Befun­de) mit akti­ver Uvei­tis und Zellen im ante­rio­ren Glas­kör­per, jedoch ohne zysto­idem Maku­la­ö­dem, subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit oder Makula-Atro­phie (in der OCT), in ihre Quer­schnitts­stu­die ein.

Die Arbeits­grup­pe unter­such­te die Korre­la­tio­nen zwischen den OCT-Befun­den und dem Grad der Inflamma­ti­on sowie den Befun­den der FAG. Zusätz­lich bewer­te­ten die Forschen­den mithil­fe der FAG den Schwe­re­grad der Gefäßle­cka­gen im Bereich des Sehner­vens, der Makula sowie der peri­phe­ren und poste­rio­ren Netz­haut. Mittels gene­ra­li­sier­ter Schätz­glei­chun­gen bestimm­ten sie zudem die Asso­zia­tio­nen zwischen der zentra­len Maku­la­di­cke (CMT), der perif­oveo­lä­ren MT (3‑mm- und 6‑mm-Umkreis um zentrier­te Fovea), des zentra­len Maku­la­vo­lu­mens (CMV) sowie des tota­len MV in der OCT mit den FAG-Einstu­fun­gen des Schwe­re­gra­des der Gefäßleckagen.

Die Forscher ermit­tel­ten einen signi­fi­kan­ten Zusam­men­hang zwischen den OCT-Befun­den (CMT, 3‑mm und 6‑mm perif­oveo­lä­re MT, CMV und tota­les MV) und dem Schwe­re­grad der FAG-Lecka­ge in allen unter­such­ten Berei­chen (alle p<0,0001). Darüber hinaus konsta­tier­ten die Uvei­tis­ex­per­ten, dass sich die Korre­la­ti­on zwischen der 6‑mm perif­oveo­lä­ren MT und dem Schwe­re­grad der peri­phe­ren Gefäßle­cka­gen als stär­ker erwies im Vergleich zur Verbin­dung zwischen der CMT und dem Schwe­re­grad der maku­lä­ren Gefäßle­cka­ge (R=076; p<0,001 vs. R=0,69; p<0,001), jedoch mit sich entspre­chen­der Signifikanz.

(tt)

Autoren: Ebrahimiadib N et al.
Korrespondenz: Zahra Mahdizad; fmadizad66@gmail.com
Studie: Non-cystic macular thickening on optical coherence tomography as an alternative to fluorescein angiography for predicting retinal vascular leakage in early stages of uveitis
Quelle: Sci Rep 2022; Aug 5;12(1):13473.
Web: dx.doi.org/10.1038/s41598-022-17701-2

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