Uvei­tis bei Kindern

Frühe Diagnose ist entscheidend für die Prognose

25. Mai 2021

SEOUL (Bier­mann) – Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass in Korea unge­fähr 1/3 der Kinder mit Uvei­tis an einer syste­mi­schen Erkran­kung aus dem rheu­ma­ti­schen Formen­kreis leidet. Bei der Mehr­heit liegt eine juve­ni­le idio­pa­thi­sche Arthri­tis (JIA) vor.

Die Auto­an­ti­kör­per Huma­nes-Leuko­zy­ten-Anti­gen-B27 (HLA-B27) und Anti­nu­kleä­rer- Anti­kör­per (ANA) stel­len Risi­ko­fak­to­ren für die JIA-asso­zi­ier­te Uvei­tis dar, so das Fazit der Autoren.

Die Wissen­schaft­ler unter­such­ten retro­spek­tiv medi­zi­ni­sche Aufzeich­nun­gen zu 155 Kindern <18 Jahren mit Uvei­tis, die sich zwischen Januar 2005 und Dezem­ber 2018 in einem korea­ni­schen Schwer­punkt­kran­ken­haus vorstell­ten. Zu den gesam­mel­ten Daten gehör­ten das Lebens­al­ter zu Beginn der Uvei­tis, das Geschlecht, die anato­mi­sche Lage der okulä­ren Entzün­dung, komor­bi­de Erkran­kun­gen einschließ­lich syste­mi­sche entzünd­li­che Erkran­kun­gen, okulä­re Kompli­ka­tio­nen, rele­van­te Labor­wer­te sowie die thera­peu­ti­sche Intervention.

Mithil­fe des exak­ten Fisher-Tests vergli­chen die Exper­ten kate­go­ria­le und mit dem Mann-Whit­ney-U-Test konti­nu­ier­li­che Varia­blen. Das mitt­le­re Alter der Kinder betrug 13 Jahre (Inter­quar­til­be­reich 9,5–16,0 Jahre). Das Verhält­nis der Geschlech­ter lag bei 1,09. Bei 51,6% der Pati­en­ten trat die Uvei­tis unila­te­ral auf.

Die Ophthal­mo­lo­gen stell­ten bei 51,6% eine anteriore‑, bei 26,5% eine Pan‑, bei 6,5% eine inter­me­diä­re- sowie bei 1,9% der Fälle eine poste­rio­re Uvei­tis fest.

Die idio­pa­thi­sche Uvei­tis (65,2%) erwies sich als die häufigs­te Form. Eine Asso­zia­ti­on mit syste­mi­schen rheu­ma­ti­schen Erkran­kun­gen bestand bei 28,4% der Pati­en­ten, von denen die häufigs­te Ursa­che die JIA (14,8%) darstell­te. Die Blut­wer­te von HLA-B27 und ANA lagen bei Kindern mit JIA-asso­zi­ier­ter Uvei­tis signi­fi­kant höher als bei der idio­pa­thi­schen Form (p=0,006 bei HLA-B27; p=0,007 bei ANA).

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend die Bedeu­tung der früh­zei­ti­gen Diagno­se einer pädia­tri­schen Uvei­tis, da sie häufig mit syste­mi­schen entzünd­li­chen Erkran­kun­gen asso­zi­iert ist und eine geeig­ne­te Thera­pie die Progno­se verbes­sern kann.

(tt)

Autoren: Shin Y et al.
Korrespondenz: Jong Gyun Ahn; JGAHN@yuhs.ac
Studie: Epidemiology of pediatric uveitis and associated systemic diseases
Quelle: Pediatr Rheumatol Online J 2021; Apr 1;19(1):48.
Web: dx.doi.org/10.1186/s12969-021-00516-2

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