Ultra-Weit­win­kel-Fluo­res­zen­z­an­gio­gra­phie

Analyse des gesamten Netzhautgefäßsystems ist möglich

7. Januar 2022

HUBEI (Bier­mann)  Das Ultra-Weitwinkel-Fluoreszenzangiographie(UWFA)-System bietet eine visu­el­le Abbil­dung des Netz­haut­be­reichs von 200°, bzw. von >80% der Netz­haut­ober­flä­che in einem Bild und kann die Situa­ti­on der peri­phe­ren und zentra­len Netz­haut­per­fu­si­on zum glei­chen Zeit­punkt nach Fluo­res­ze­in-Injek­ti­on genau darstel­len. Das schrei­ben die Autoren einer aktu­el­len Studie.

Die Forschen­den haben die Fläche und Dichte der reti­na­len Vasku­la­ri­tät in gesun­den Augen mithil­fe der UWFA quan­ti­fi­ziert und gezeigt, dass das UWFA-Gerät ein viel­ver­spre­chen­des Werk­zeug zur Analy­se des gesam­ten Netz­haut­ge­fäß­sys­tems darstellt und ein besse­res Verständ­nis der Netz­haut­ge­fäß­mor­pho­lo­gie bei gesun­den Augen ermöglicht.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 42 gesun­de Patienten/Augen, deren UWFA-Bilder sie analy­sier­ten, in ihre retro­spek­ti­ve Studie ein. Ein zerti­fi­zier­ter Unter­su­cher verwen­de­te zentra­le und peri­pher posi­tio­nier­te Bilder, um den Rand des reti­na­len Gefäß­sys­tems zu defi­nie­ren. Dieser ermit­tel­te des Weite­ren mithil­fe der Opto­s­Ad­van­ce-Soft­ware in jedem Quadran­ten die Länge vom Zentrum der Papil­le bis zum Rand der reti­na­len Vasku­la­ri­tät (RVL) sowie die gesam­te reti­na­le vasku­lä­re Perfu­si­ons­flä­che (RVPA). Zusätz­lich quan­ti­fi­zier­te er die Dichte der reti­na­len Vasku­la­ri­tät (RVD) in verschie­de­nen Zonen der zentral gesteu­er­ten Bilder mittels der Soft­ware Image J.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass bei den 42 Augen die Werte der mitt­le­ren RVL in jedem Quadran­ten 19,007 ± 0,781 mm (supe­ri­or), 18,467 ± 0,869 mm (infe­ri­or), 17,738 ± 0,622 mm (nasal) und 24,241 ± 1,336 mm (tempo­ral) betru­gen. Die mitt­le­re RVPA lag bei 1140,117 ± 73,825 mm2 und die mitt­le­re RVD der gesam­ten Retina betrug 4,850 ± 0,638%.

Darüber hinaus stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass die RVD signi­fi­kant zwischen den verschie­de­nen Netz­haut­zo­nen vari­ier­te (p<0,001). Ebenso bestan­den signi­fi­kan­te Unter­schie­de bei den Werten der RVD für die gesam­te Netz­haut­flä­che bei Pati­en­ten im Alter von >50 Jahren gegen­über jünge­ren Pati­en­ten im Alter von <50 Jahren (p=0,033). Unter­schie­de zwischen den Geschlech­tern konn­ten die Exper­ten nicht beobachten.

(tt)

Autoren: Jiang JW et al.
Korresponenz: Chang Zheng Chen; whuchenchzh@163.com
Studie: Quantitative analysis of retinal vasculature in normal eyes using ultra-widefield fluorescein angiography
Quelle: Int J Ophthalmol 2021; Dec 18;14(12):1915-1920.
Web: dx.doi.org/10.18240/ijo.2021.12.16

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