Tuber­ku­lö­se Serpi­gi­no­sa-ähnli­che Choroiditis

Opazitätsgrad von Läsionen als guter Indikator für den Therapieerfolg

16. Dezember 2020

CHANDIGARH (Bier­mann) — Eine Tuber­ku­lö­se Serpi­gi­no­sa-ähnli­che Choro­idi­tis (TB SLC) mit höhe­rem Grad an Opazi­tät von Läsio­nen vor Thera­pie­be­ginn kann mit einem höhe­ren Risiko für ein schlech­tes Thera­pie­an­spre­chen und einer para­do­xen Verschlech­te­rung asso­zi­iert sein. Darauf weisen die Autoren einer aktu­el­len Studie hin.

Die Einstu­fung der Opazi­tät von Läsio­nen vor Thera­pie­be­ginn könne daher in zukünf­ti­gen prospek­ti­ven Studi­en dazu heran­ge­zo­gen werden, das biolo­gi­sche Verhal­ten der Läsio­nen vorher­zu­sa­gen, so die Wissen­schaft­ler, und könne daher für das weite­re thera­peu­ti­sche Vorge­hen eine Hilfe­stel­lung bieten. In Rahmen der retro­spek­ti­ven klini­schen Studie wurden der best­kor­ri­gier­te Visus (BCVA) und Fundus­bil­der von Pati­en­ten mit akti­ver TB SLC aus einem Schwer­punkt­kran­ken­haus, die nach Thera­pie­be­ginn für 6 Monate nach­be­ob­ach­tet worden waren, über­prüft. Anhand logis­ti­sche Misch­mo­del­le bestimm­ten die Forscher klini­schen und bild­ge­ben­de Fakto­ren, die mit dem Anspre­chen auf die Thera­pie asso­zi­iert sind. Zusätz­lich wurde der Grad der Opazi­tät der Choro­idi­t­is­lä­sio­nen gemäß auf einer 3‑Punk­te-Skala festgelegt.

Die Studie umfass­te 203 Augen von 183 Pati­en­ten mit akti­ver TB SLC. Ein schlech­ter initia­ler BCVA, sowie Betei­li­gung der Fovea und Papil­le waren mit einem schlech­ten Anspre­chen auf die Thera­pie nach 6 Mona­ten verbun­den (OR 4,489; 95%-KI 1,92–10,47; p=0,001 bzw. OR 2,892, 95%-KI 1,23–6,81; p=0,015 bzw. OR 11,633; 95%-KI 3,17–42,71; p<0,001). Die hohen Opazi­täts­gra­de (2 und 3) waren gleich­wohl mit schlech­ten Ergeb­nis­sen verbun­den (OR 9,541; 95%-KI 2,94–30,91; p=0,001). Ein schlech­ter BCVA vor Thera­pie und ein hoher Opazi­täts­grad der Läsio­nen waren die kombi­nier­ten Risi­ko­fak­to­ren für eine para­do­xe Verschlech­te­rung der TB SLC (OR 7,555; 95%-KI 1,78–32,02; p=0,006 bzw. OR 7,434; 95%-KI 1,34–41,18; p= 0,021).

(tt)

Autoren: Agarwal A et al.
Korrespondenz: Vishali Gupta; vishalisara@gmail.com
Studie: Clinical and Imaging Factors Associated With the Outcomes of Tubercular Serpiginous-like Choroiditis
Quelle: Am J Ophthalmol 2020;220:160-169.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.ajo.2020.07.024

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