Trocke­nes Auge

Limbale und konjunktivale Epitheldicke kein Marker für das Vorliegen einer GvHD

24. Oktober 2019

BOSTON (Bier­mann) – Bei 40 Pati­en­ten mit mode­ra­tem bis schwe­rem trocke­nem Auge, davon 20 mit und 20 ohne okulä­re Graft-versus-host-Dise­a­se (GvHD) wurden die Dicke des limba­len Epithels (LE) und des konjunk­ti­va­len bulbä­ren Epithels (BCE) jeweils nasal und tempo­ral mittels Spec­tral-Domain-OCT gemes­sen und mitein­an­der verglichen.

Die durch­schnitt­li­che LE-Dicke lag bei allen Pati­en­ten, d.h. mit und ohne GvHD bei 65,8 +/- 11,9 μm tempo­ral und bei 69,7 +/- 11,1 μm (P=0,02). Die durch­schnitt­li­che BCE-Dicke lag bei 55,8 +/- 11,4 μm tempo­ral und 60,1 +/- 11,0 μm nasal (P = 0,03). Statis­tisch signi­fi­kan­te Unter­schie­de fanden sich weder in der LE-Dicke (GvHD 69,6 +/- 11,7, Non-GvHD 66,1 +/- 6,2 μm, P = 0,31) noch in der BCE-Dicke (GvHD 58,9 +/- 9,6, Non-GvHD 57,3 +/- 9,8 μm, P= 0,82). Es fand sich weder eine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen LE- Dicke und BCE-Dicke (P=0,01) noch in Bezug auf weite­re klini­sche Para­me­ter. Nur für LE-Dicke und Alter konnte eine statis­tisch signi­fi­kan­te nega­ti­ve Korre­la­ti­on gefun­den werden (P=0,002).

Somit seien mögli­cher­wei­se entspre­chen­de epithe­lia­le Verän­de­run­gen keinen Rück­schluss auf die Ätio­lo­gie des trocke­nen Auges, aber unter Umstän­den auf die Schwe­re der Erkran­kung ermöglichen.

(ak)

Autoren: Kheirkhah A et al
Korrespondenz: Reza_Dana@meei.harvard.edu
Studie: Limbal and Conjunctival Epithelial Thickness in Ocular Graft-Versus-Host Disease
Quelle: Cornea 2019 Oct;38(10):1286–1290.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002066

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