Trif­o­ka­le Intraokularlinsen

Uneinheitliche Erfolge nach vorheriger cornealer Refraktivchirurgie

14. November 2021

MADRID (Bier­mann) – Die Implan­ta­ti­on einer trif­o­ka­len Intrao­ku­lar­lin­se (IOL) zeigt für Augen, welche zuvor mittels cornea­ler Refrak­tiv­chir­ur­gie behan­delt wurden, gute Visus­er­geb­nis­se aber für hoch myope Augen (mehr als ‑5,0 dpt) eine schlech­te­re Vorher­sag­bar­keit. Bei hyper­open Augen mit vorhe­ri­ger cornea­ler Refrak­ti­ons­chir­ur­gie hinge­gen konnte eine exzel­len­te Präzi­si­on, aber schlech­te Visus- und Sicher­heits­er­geb­nis­se bei den hoch hyper­open Pati­en­ten (mehr als +3,0 dpt) gezeigt werden.
Zu diesem Ergeb­nis kam eine spani­sche retro­spek­ti­ve Fall­se­rie, bei der insge­samt 868 Augen von 543 Pati­en­ten, davon 319 nach Korrek­tur einer Myopie (36,7%) und 549 Augen nach Korrek­tur einer Hyper­opie (63,2%) nach Implan­ta­ti­on einer trif­o­ka­len Intrao­ku­lar­lin­se nach­be­ob­ach­tet wurden.
Drei Monate post­ope­ra­tiv war das Visus­er­geb­nis in der Gruppe nach hyper­oper refrak­ti­ver Chir­ur­gie für den korri­gier­ten Fern­vi­sus mit 0,06 +/- 0,05 schlech­ter im Vergleich zur myopen Gruppe mit 0,04 +/- 0,04 (P < 0,01). Glei­ches galt für die Sicher­heit des Eingriffs (21% bzw. 12% für den Verlust einer Visus­zei­le, P < 0,05). In der myopen Gruppe war die Präzi­si­on mit einem mitt­le­ren sphä­ri­schen Äqui­va­lent von ‑0,38 +/- 0,3 schlech­ter als in der hyper­open Gruppe mit ‑0,17 +/- 0,3 (P < 0,01). (ak)

Autoren: Cobo-Soriano R et al.
Korrespondenz: rcobo@clinicabaviera.com
Studie: Trifocal intraocular lens implantation in eyes with previous corneal refractive surgery for myopia and hyperopia
Quelle: J Cataract Refract Surg. 2021 Oct 1;47(10):1265-1272
Web: https://doi.org/10.1097/j.jcrs.0000000000000637

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