Trabe­ku­lek­to­mie mit Mito­my­cin C

Keine signifikanten Unterschiede zwischen subkonjunktivaler Injektion und direkter skleraler Applikation

20. Juli 2020

SAN DIEGO (Bier­mann) – Wird bei einer Trabe­ku­lek­to­mie Mito­my­cin C (MMC) entwe­der subkon­junk­ti­val inji­ziert oder intra­ope­ra­tiv direkt skleral appli­ziert führt dies laut einer im „Ameri­can Jour­nal of Ophthal­mo­lo­gy“ veröf­fent­lich­ten Studie zu vergleich­ba­ren chir­ur­gi­schen Ergeb­nis­sen und Filterkissenmorphologien.

In die prospek­ti­ve, rando­mi­sier­te Inter­ven­ti­ons­stu­die wurden erwach­se­ne Proban­den (n=100) mit medi­zi­nisch unkon­trol­lier­tem Glau­kom einge­schlos­sen – ange­zeigt durch hohen Augen­in­nen­druck (IOD), ein sich verschlech­tern­des Gesichts­feld oder Verän­de­run­gen der Sehnerv­pa­pil­le –, bei denen eine Trabe­ku­lek­to­mie indi­ziert war. Die Proban­den erhiel­ten MMC rando­mi­siert entwe­der mittels präope­ra­ti­ver subkon­junk­ti­va­ler Injek­ti­on oder mittels intra­ope­ra­ti­ver direk­ter sklera­ler Appli­ka­ti­on mit einem chir­ur­gi­schen Schwamm während der Trabe­ku­lek­to­mie. Umfas­sen­de Augen­un­ter­su­chun­gen wurden an Tag 1, nach 1 Woche, 6 Wochen, 3 Mona­ten und 6 Mona­ten post­ope­ra­tiv durch­ge­führt. Sofern erfor­der­lich wurden post­ope­ra­tiv subkon­junk­ti­va­le 5‑Fluo­rou­ra­cil-Injek­tio­nen verabreicht.

Als primä­ren Endpunkt defi­nier­ten die Studi­en­au­toren den Anteil der Proban­den mit einem Augen­in­nen­druck von weni­ger als 21 mmHg und einer Verrin­ge­rung des Augen­in­nen­drucks um 30% oder mehr gegen­über dem Ausgangs­wert. Sekun­dä­re Endpunk­te waren die Anzahl der Medi­ka­men­te zur Senkung des Augen­in­nen­drucks, die Morpho­lo­gie der Filter­kis­sen anhand der India­na Bleb Appearan­ce Grading Scale sowie die Komplikationsraten.

Nach 6 Mona­ten gab es keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwischen der Injek­ti­ons- (n=38) und der Schwamm­grup­pe (n=40) hinsicht­lich des chir­ur­gi­schen Erfolgs (p=0,357), des mitt­le­ren Augen­in­nen­drucks (p=0,707), der Anzahl der Glau­kommedi­ka­men­te (p=1,000), Filter­kis­sen­hö­he (p=0,625), Filter­kis­sen­aus­deh­nung (p=0,216), Filter­kis­sen­vasku­la­ri­tät (p=0,672) oder Komplikationsraten.

(isch)

Autoren: Do JL et al.
Korrespondenz: Robert N. Weinreb; rweinreb@health.ucsd.edu
Studie: A Randomized Controlled Trial Comparing Subconjunctival Injection to Direct Scleral Application of Mitomycin C in Trabeculectomy
Quelle: Am J Ophthalmol 2020; Jul 6.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2020.07.002

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