Toxo­plas­mo­se-beding­te Retinochoroiditis

Intravitreale Clindamycin-Injektion als wirksame und sichere Therapieoption

2. August 2021

BORDEAUX (Bier­mann) – Die Toxo­plas­mo­se-beding­te Reti­no­cho­ro­idi­tis (TRC) stellt die Haupt­ur­sa­che der poste­rio­ren Uvei­tis bei immun­kom­pe­ten­ten Pati­en­ten dar. Die Autoren einer aktu­el­len Studie aus Frank­reich haben nun gezeigt, dass die intra­vit­rea­le Injek­ti­on von Clin­da­my­cin eine siche­re und wirk­sa­me Thera­pie­al­ter­na­ti­ve bei Pati­en­ten mit Kontra­in­di­ka­tio­nen, Aller­gien, unzu­rei­chen­dem Anspre­chen oder Neben­wir­kun­gen auf die klas­si­sche orale Gabe von Clin­da­my­cin bietet.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 9 Pati­en­ten (10 Augen) mit TRC, die zwischen Dezem­ber 2017 und Januar 2020 mit ≥ 1 intra­vit­rea­len Injek­ti­on von Clin­da­my­cin in der Augen­kli­nik des Univer­si­täts­kli­ni­kums in Bordeaux (Frank­reich) behan­delt wurden, in die retro­spek­ti­ve, mono­zen­tri­sche Beob­ach­tungs­stu­die auf. Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te die Wirk­sam­keit der Behand­lung hinsicht­lich einer Verbes­se­rung der Sehschär­fe, einer Verrin­ge­rung der Größe der reti­na­len Läsion sowie einer Reduk­ti­on der Makuladicke.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass bei 9 der 10 Augen nur 1 intra­vit­rea­le Appli­ka­ti­on erfor­der­lich war. Des Weite­ren stell­ten sie fest, dass aufgrund der Injek­tio­nen in allen 3 über­prüf­ten Studi­en­end­punk­ten eine Verbes­se­rung eintrat. Die Sehschär­fe verbes­ser­te sich von im Mittel 1,0 LogMar (1,07 ±0,77 LogMar) präope­ra­tiv auf 0,4 LogMar (0,43 ±0,53 LogMar) 6 Monate post injec­tio­n­em. Darüber hinaus fanden die Ophthal­mo­lo­gen heraus, dass sich die Läsi­ons­grö­ße um 51% sowie die Maku­la­di­cke um 78µm während der Nach­be­ob­ach­tungs­zeit verringerte.

(tt)

Autoren: Handaye-Dessus A et al.
Korrespondenz: Arthur Handaye-Dessus; handaye-dessus.arthur@orange.fr
Studie: Intravitreal clindamycin injection in toxoplasma retinochoroiditis: About 9 cases in the ophthalmology department of the CHU de Bordeaux
Quelle: J Fr Ophtalmol 2021; Jul 8;S0181-5512(21)00293-X.
Web: dx.doi.org/10.1016/j.jfo.2021.04.001

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