Tori­sche Intraokularlinsen

Astigmatismus mit der Regel zeigt stabilere Langzeiteffekte

22. März 2022

HAKATA-KU (Bier­mann) – Eine Unter­su­chung der Lang­zeit-Verän­de­run­gen bei der Astig­ma­tis­mus-Korrek­tur durch tori­sche Intrao­ku­lar­lin­sen (IOL) zeigte eine signi­fi­kan­te Verschlech­te­rung durch einen Shift des cornea­len Astig­ma­tis­mus hin zu einem Astig­ma­tis­mus gegen die Regel (against the rule, ATR) in Augen, bei denen bereits ein ATR-Astig­ma­tis­mus bestand, während Augen mit einem Astig­ma­tis­mus mit der Regel (with the rule, WTR) keine signi­fi­kan­ten Verän­de­run­gen zeig­ten. Ein ATR-Astig­ma­tis­mus sollte somit unter Umstän­den über­kor­ri­giert werden.

Zu diesem Schluss kam eine Studie an 120 Augen von 120 Pati­en­ten, welche eine tori­sche IOL bei Astig­ma­tis­mus mit oder gegen die Regel erhal­ten hatten. Unter­sucht wurden präope­ra­tiv, zwei Monate und fünf bis zehn Jahre post­ope­ra­tiv mani­fes­te Refrak­ti­on, ante­rio­rer Horn­hau­t­astig­ma­tis­mus sowie der Rest-Astig­ma­tis­mus. Der Astig­ma­tis­mus wurde in vertikale/horizontale (Rx) und schrä­ge Kompo­nen­ten (Ry) aufgeteilt.

Bei Augen mit einem ATR-Astig­ma­tis­mus verän­der­ten sich die durch­schnitt­li­chen Werte von Rx und Ry in der mani­fes­ten Refrak­ti­on sowie der Horn­hau­t­astig­ma­tis­mus signi­fi­kant in Rich­tung ATR in einem Zeit­raum zwischen 2 Mona­ten und 5–10 Jahren post­ope­ra­tiv (p ≤ 0,0304). Die Werte des resi­dua­len Astig­ma­tis­mus selbst änder­ten sich in dieser Zeit aller­dings nicht. Bei einem präope­ra­ti­ven WTR-Astig­ma­tis­mus verän­der­ten sich Rx und Ry des refrak­ti­ven, cornea­len und okulä­ren resi­dua­len Astig­ma­tis­mus nicht signi­fi­kant. (ak)

Autoren: Hayashi K et al.
Korrespondenz: hayashi-ken@hayashi.or.jp
Studie: Long-term changes in the refractive effect of a toric intraocular lens on astigmatism correction
Quelle: Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2022 Feb;260(2):509-519
Web: https://doi.org/10.1007/s00417-021-05406-7

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