Topi­sche Medi­ka­men­te zur IOD-Senkung

NHANES-Studie zeigt in den USA konstanten Verbrauch von 1999 bis 2014

6. September 2019

PORTLAND (Bier­mann) – In den USA hat sich von 1994 bis 2014 weder die Anzahl der Ameri­ka­ner, die Augen­trop­fen zur Senkung des Augen­in­nen­drucks anwen­den noch die Anzahl der Trop­fen pro Pati­ent erhöht, wie eine im „Jour­nal of Glau­co­ma“ veröf­fent­lich­te Studie zeigt.

Von 1999 bis 2014 wurde alle 2 Jahre eine Reihe von 8 natio­nal reprä­sen­ta­ti­ven, gewich­te­ten Quer­schnitts­er­he­bun­gen unter Bewoh­nern der Verei­nig­ten Staa­ten durch­ge­führt. In Zwei­jah­res­zy­klen wurden im Rahmen des Natio­nal-Health-and-Nutri­ti­on-Exami­na­ti­on-Surveys Inter­views mit einer reprä­sen­ta­ti­ven Stich­pro­be durch­ge­führt. Die Teil­neh­mer wurden gefragt: „Haben Sie im letz­ten Monat Medi­ka­men­te verwen­det oder einge­nom­men, für die ein Rezept erfor­der­lich ist?“ Erwach­se­ne über 40, die diese Frage beant­wor­te­ten, wurden in die Analy­se einbe­zo­gen. Das primä­re Ergeb­nis war die Anzahl der US-Erwach­se­nen, die topi­sche Medi­ka­men­te zur Senkung des Augen­in­nen­drucks einnah­men. Zu den sekun­dä­ren Ergeb­nis­sen gehör­ten Anzahl und Art der verwen­de­ten Medikamente.

Während des unter­such­ten Zeit­raums gab es keine Verän­de­rung bei der Anzahl der Erwach­se­nen, die topi­sche Augen­in­nen­druck-senken­de Medi­ka­men­te während des unter­such­ten Zeit­raums nahmen (p=0,74; 1999–2000: 1,4%, 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,9%–1,8%; 2013–2014: 1,4%, 95%-KI 1,1%–1,8%). Die Anzahl der Medi­ka­men­te pro Pati­ent verän­der­te sich im Studi­en­zeit­raum nicht (p=0,14). Die Verwen­dung von Prosta­glan­dinana­lo­ga und Kombi­na­ti­ons­me­di­ka­men­ten nahm signi­fi­kant zu, während die Verwen­dung von Beta-Blockern abnahm (alle p<0,01).

Somit blieb der Gebrauch von Glau­kom-Medi­ka­men­ten in den USA, im Gegen­satz zu mehre­ren ande­ren Indus­trie­na­tio­nen, von 1999 bis 2014 stabil. Dies könnte auf die unter­schied­li­che Anwen­dung ande­rer Verfah­ren zurück­zu­füh­ren sein, so die Vermu­tung der Studi­en­au­toren. Weite­re Studi­en zur Senkung des Augen­in­nen­drucks unter Einbe­zie­hung der Wirkung neuer Wirk­stof­fe und mini­mal­in­va­si­ver Opera­tio­nen seien daher erforderlich.

(isch)

Autoren: Lowry EA et al.
Korrespondenz: Eugene Lowry; eugenelowry@gmail.com
Studie: Use of Topical Intraocular Pressure-lowering Medications in the US Population: Results From the NHANES Study 1999 to 2014
Quelle: J Glaucoma 2019 Sep;28(9):772–776.
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001315

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