Offen­win­kel­glau­kom

Korrelation zwischen okulärem Perfusionsdruck und translaminärer Druckdifferenz

6. Oktober 2020

SAO PAULO (Bier­mann) – In einer klei­nen Quer­schnitts­stu­die bewer­te­ten Ophthal­mo­lo­gen aus Brasi­li­en bei Pati­en­ten mit einem Glau­kom die Korre­la­ti­on zwischen der trans­la­mi­nä­ren Druck­dif­fe­renz (TLPD) und dem okulä­rem Perfu­si­ons­druck (OPP). Dabei beob­ach­te­ten sie eine nega­ti­ve Korre­la­ti­on zwischen dem OPP und der TLPD. Dies unter­maue­re das Konzept des Glau­koms als eine „three-pres­su­re dise­a­se“, so das Fazit der Studienautoren.

Die Ärzte führ­ten bei den 50 Pati­en­ten mit primä­rem Offen­win­kel­glau­kom (POAG) sowie den 25 gesun­den Proban­den eine ophthal­mo­lo­gi­sche Unter­su­chung sowie Blutdruck‑, Größen- und Gewichts­mes­sun­gen durch. Der intra­kra­ni­elle Druck (ICP) und der OPP wurden mit mathe­ma­ti­schen Proxy-Formeln berech­net, um indi­rek­te Surro­gat­wer­te zu erhal­ten. Die TLPD wurde als Augen­in­nen­druck minus ICP berech­net. Die Asso­zia­ti­on zwischen den Varia­blen wurde mittels linea­rer und nicht linea­rer Regres­si­ons­ana­ly­se evalu­iert und die Korre­la­ti­on mit dem Pear­son-Korre­la­ti­ons­ko­ef­fi­zi­en­ten geschätzt.

Der mitt­le­re OPP für alle 75 Proban­den (75 Augen) betrug 53,1 ±9,3 mmHg und die berech­ne­te TLPG betrug 3,1 ±4,2 mmHg. Die TLPG zeigte eine nega­ti­ve Korre­la­ti­on mit dem OPP (r=–0,580; 95%-Konfidenzintervall, –0,690 bis –0,366; p<0,0001).

(isch)

Autoren: Matuoka ML et al.
Korrespondenz: Mateus L. Matuoka; Department of Ophthalmology, Irmandade da Santa Casa de Misericordia de Sao Paulo, Sao Paulo, Basilien
Studie: Correlation between ocular perfusion pressure and translaminar pressure difference in glaucoma: Evidence for a three-pressure disease?
Quelle: Eur J Ophthalmol 2020;Sep 26.
Web: https://doi.org/10.1177/1120672120960584

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