Thera­pie­re­sis­ten­te oder ‑naive poly­po­ida­le choro­ida­le Vaskulopathie

Brolucizumab stellt geeignete Therapieoption dar

20. April 2022

KOLKATA (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Studie aus Indien berich­ten nach den ersten Erfah­run­gen mit dem VEGF-Inhi­bi­tor Brolu­ci­zumab bei der Thera­pie thera­pie­re­sis­ten­ter und ‑naiver Augen mit poly­po­ida­ler choro­ida­ler Vaskulo­pa­thie (PCV) über ein gutes Wirk­sam­keits- und Risikoprofil.

In ihre retro­spek­ti­ve multi­zen­tri­sche Fall­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler 21 Patienten/Augen (mitt­le­res Alter 65,1±9,9 Jahre) mit PCV ein, die mit Brolu­ci­zumab behan­delt wurden. Von diesen erwie­sen sich 16 Augen (76%) vor der Thera­pie mit Brolu­ci­zumab als thera­pie­re­sis­tent. Die Arbeits­grup­pe defi­nier­te Thera­pie­re­sis­tenz als eine Krank­heits­ak­ti­vi­tät mit persis­tie­ren­der intra­r­e­ti­na­ler (IRF) und/oder subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit (SRF) nach ≥6 intra­vit­rea­len Anti-VEGF-Injek­tio­nen ande­rer Wirk­stof­fe im Laufe des voran­ge­gan­ge­nen Jahres.

Die Thera­pie mit Brolu­ci­zumab erfolg­te im Pro-re-nata-Regime mit monat­li­chen Kontroll­un­ter­su­chun­gen. Die Indi­ka­ti­on für eine erneu­te Behand­lung mit Brolu­ci­zumab wurde gestellt, wenn entwe­der IRF oder SRF zu jedem Zeit­punkt des Studi­en­zeit­rau­mes vorlagen.

Die mitt­le­re Follow-up-Zeit vom Zeit­punkt der 1. Brolu­ci­zumab-Injek­ti­on an betrug 27,3 ±3,3 Wochen.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass bei 7 von den 21 Augen (33%) 3 Injek­tio­nen, bei 13 Augen (62%) 2 und bei 1 Auge 1 Injek­ti­on mit Brolu­ci­zumab erfor­der­lich waren. Die Reti­no­lo­gen stell­ten des Weite­ren fest, dass das mitt­le­re injek­ti­ons­freie Inter­vall bei 12±1,2 Wochen lag. Die media­ne Sehschär­fe vor der Thera­pie mit Brolu­ci­zumab betrug 0,6 logMAR (dezi­mal 0,25; Bereich 0,47–1 logMAR) und verbes­ser­te sich auf 0,3 logMAR (dezi­mal 0,5; Bereich 0,25–0,6 logMAR). Ebenso beob­ach­te­ten die Ophthal­mo­lo­gen eine signi­fi­kan­te Abnah­me der mitt­le­ren Maku­la­di­cke von 443±60 µm zu Studi­en­be­ginn auf 289±25 µm zum Zeit­punkt der letz­ten Kontrol­le (p<0,001).

Bei keinem der 21 Augen mit insge­samt 48 Brolu­ci­zumab-Injek­tio­nen traten intrao­ku­lä­re Entzün­dun­gen auf.

(tt)

Autoren: Chakraborty D et al.
Korrespondenz: Debdulal Chakraborty; devdc@rediffmail.com
Studie: Initial experience in treating polypoidal choroidal vasculopathy with brolucizumab in Indian eyes - A multicenter retrospective study
Quelle: Indian J Ophthalmol 2022; Apr;70(4):1295-1299.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_2513_21

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