Thera­pie­re­frak­tä­res uvei­ti­sches Makulaödem

Dexamethason-Implantate zeigen gutes Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil

28. September 2021

TAOYUAN (Bier­mann) – Wie die Autoren einer aktu­el­len Studie schrei­ben, ist das Maku­la­ö­dem (ME) eine häufi­ge Ursa­che für einen Visus­ver­lust bei Pati­en­ten mit Uvei­tis. Corti­cos­te­ro­ide stell­ten eine wirk­sa­me Behand­lung bei einem ME dar, und intra­vit­rea­le Dexa­me­tha­son (DEX)-Implantate böten eine länger anhal­ten­de, lang­sa­me Frei­set­zung der Stero­ide als andere lokale Appli­ka­tio­nen. Die aktu­el­le Studie der Forscher hat nun gezeigt, dass DEX-Implan­ta­te auch bei refrak­tä­rem uvei­ti­schem ME eine effek­ti­ve Thera­pie­op­ti­on darstel­len, und sowohl die Sehschär­fe (VA) als auch die zentra­le Netz­haut­di­cke (CRT) mit einem akzep­ta­blen Sicher­heits­pro­fil verbes­sern können.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 37 Pati­en­ten (52 Augen) mit thera­pie­re­frak­tä­rem uvei­ti­schem ME, die zwischen Januar 2011 und August 2017 im Linkou-Chang-Gung-Memo­ri­al-Hospi­tal in Taiwan behan­delt worden waren, in die retro­spek­ti­ve Studie auf. Die Arbeits­grup­pe erfass­te demo­gra­fi­sche Daten zu den Pati­en­ten und analy­sier­te klini­sche Befun­de, einschließ­lich der VA, des Augen­in­nen­dru­ckes (IOP) sowie der CRT, welche mittels opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­phie gemes­sen worden war.

Während des Studi­en­zeit­rau­mes wurden 110 intra­vit­rea­le DEX-Implan­ta­te (Bereich 1–6 Injek­tio­nen pro Auge) appli­ziert. Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich die VA bei allen Augen im Vergleich zum Ausgangs­wert nach der 1. Injek­ti­on des DEX-Implan­tats sowohl im 1. als auch im 2. Monat post­ope­ra­tiv signi­fi­kant verbes­ser­te und bis zum 6.Monat stabil hielt. Demge­gen­über verrin­ger­te sich die CRT im 1. Monat nach der Injek­ti­on ebenso – auch bei Pati­en­ten, bei denen mehre­re Implan­ta­te indi­ziert waren – signi­fi­kant gegen­über dem Ausgangs­wert und blieb auch 6 Monate bestehen, jedoch mit nach­las­sen­der Wirkung im Verlauf. Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass der IOP 1 Monat post injec­tio­n­em im Vergleich zum Ausgangs­wert anstieg, aller­dings mit topi­schen Antig­lau­kom­a­to­sa kontrol­liert werden konnte.

Die Autoren resü­mie­ren, dass rando­mi­sier­te Studi­en erfor­der­lich sind, um bei Pati­en­ten, die mehre­re Implan­ta­te erhal­ten, die Wirkung sowie die lang­fris­ti­gen Ergeb­nis­se zu bewerten.

(tt)

Autoren: Kang EY et al.
Korrespondenz: Eugene Yu-Chuan Kang; yckang0321@gmail.com
Studie: Intravitreal Dexamethasone Implants for Refractory Macular Edema in Eyes with Noninfectious Uveitis
Quelle: J Clin Med 2021; Aug 24;10(17):3762.
Web: dx.doi.org/10.3390/jcm10173762

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