Thera­pie­re­frak­tä­re Uvei­tis und intrao­ku­lä­re Chirurgie

Adalimumab bietet guten Inflammationsschutz

28. September 2021

SHINJUKU (Bier­mann) – Der humane mono­k­lo­na­le Anti­kör­per Adali­mum­ab (ADA) ist einen Tumor­ne­kro­se­fak­tor-α-Inhi­bi­tor und zählt zu den Biolo­gi­ka. Eine aktu­el­le Studie aus Japan hat nun gezeigt, dass Pati­en­ten mit refrak­tä­rer Uvei­tis bei einem intrao­ku­lä­ren Eingriff von einer ADA-Thera­pie hinsicht­lich des post­ope­ra­ti­ven Visus­ge­win­nes und der Uvei­tis­kon­trol­le profi­tie­ren können, und kein erhöh­tes Infek­ti­ons­ri­si­ko durch ADA besteht.

Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass bei vorbe­stehen­dem uvei­ti­schem Maku­la­ö­dem (UME) das Risiko eines post­ope­ra­ti­ven Entzün­dungs­schu­bes erhöht sei.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 19 Pati­en­ten (23 Augen) mit refrak­tä­rer Uvei­tis, bei denen eine intrao­ku­lä­re Chir­ur­gie unter ADA-Thera­pie zwischen 2016 und 2019 erfolgt war, in die mono­zen­tri­sche Kohor­ten­stu­die ein.

Die Arbeits­grup­pe erfass­te klini­sche Befun­de vor dem Eingriff, zu der 1. Nach­kon­trol­le, zu der Kontrol­le nach 6 Mona­ten sowie zu der letz­ten Kontrol­le 19,3 ± 8,1 Monate post­ope­ra­tiv. Sie legte als primä­re Endpunk­te die Verbes­se­rung der Sehschär­fe (VA) bei Pati­en­ten nach Kata­rakt-Extrak­ti­on, den Augen­in­nen­druck (IOP) bei Pati­en­ten nach Trabe­ku­lek­to­mie sowie intrao­ku­lä­re Inflamma­ti­on bei allen Pati­en­ten fest. Zu den sekun­dä­ren Endpunk­ten zähl­ten Entzün­dungs­re­zi­di­ve, Glas­kör­per­trü­bun­gen (OCV), UME sowie Infektionen.

Die Forscher ermit­tel­ten bei 12 von 18 Pati­en­ten (66,6%), bei denen eine Kata­rakt-Opera­ti­on oder eine Vitrek­to­mie ± Kata­rakt­ex­trak­ti­on erfolg­te, eine Verbes­se­rung der VA bei der letz­ten Nach­kon­trol­le gegen­über dem präope­ra­ti­ven Befund. Des Weite­ren stell­ten sie bei allen 5 Pati­en­ten, bei denen eine Trabe­ku­lek­to­mie erfolg­te, bei der post­ope­ra­ti­ven Kontrol­le nach 6 Mona­ten einen kontrol­lier­ten IOP fest.

Darüber hinaus zeigte sich die intrao­ku­lä­re Inflamma­ti­on bei 22 von den 23 Augen bei der 1. Nach­kon­trol­le regre­dient. Die Exper­ten fanden hinge­gen heraus, dass bei 3 Augen post­ope­ra­tiv ein Rezi­div auftrat, in 2 Fällen ein UME und in 1 Auge OCV, wobei die Dauer der präope­ra­ti­ven ADA-Thera­pie damit in keinem Zusam­men­hang stand.

(tt)

Autoren: Kunimi K et al.
Korrespondenz: Yoshihiko Usui; usuyoshi@gmail.com
Studie: Intraocular surgery under adalimumab therapy in patients with refractory uveitis: a single center study of 23 eyes
Quelle: Jpn J Ophthalmol 2021; Sep 7 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s10384-021-00871-3

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