Struk­tur und Gefäß­sta­tus der Choroidea

Systemischer Bluthochdruck nimmt bei therapienaiven Patienten Einfluss

30. August 2021

KIRSEHIR (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Studie aus der Türkei haben gezeigt, dass sich die Morpho­lo­gie der Choro­idea bei Pati­en­ten mit nicht behan­del­tem Hyper­to­nus im Sinne einer signi­fi­kan­ten Abnah­me der Struk­tur­pa­ra­me­ter sowie des Ader­haut­vasku­la­ri­täts­in­de­xes (CVI) verän­dern kann.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 50 behand­lungs­nai­ve Pati­en­ten mit Hyper­to­nie (50 Augen) sowie 50 gesun­de Proban­den (50 Augen) in die prospek­ti­ve Quer­schnitts­stu­die auf.

Die Arbeits­grup­pe führte mithil­fe der Enhan­ced-Depth-Imaging-OCT (EDI-OCT) mit verbes­ser­ter Visua­li­sie­rung der Choro­idea Messun­gen der Ader­haut­di­cke (CT) in der subfovea­len Region und dem Bereich 1500 µm nasal sowie 1500 µm tempo­ral zur Fovea durch. Zusätz­lich ermit­tel­te sie die gesam­te Ader­haut­flä­che (CA), den Lumen­be­reich (LA) sowie den CVI und verglich CT, CA, LA und CVI statis­tisch mitein­an­der. Die Bild­ver­ar­bei­tung der EDI-OCT-Aufnah­men führte sie mit der Image-J-Soft­ware durch.

Die Forscher stell­ten fest, dass sich die mitt­le­re subfovea­le, nasale und tempo­ra­le CT bei den Hyper­to­nie-Pati­en­ten verrin­gert zeigte (p=0,003; 0,026; 0,001). Ebenso ergab sich in der Hyper­to­nus-Gruppe eine im Vergleich zur Kontroll­grup­pe verrin­ger­te mitt­le­re CA, LA sowie CVI (p=0,047; 0,009; 0,016).

Darüber hinaus fanden die Exper­ten heraus, dass eine signi­fi­kan­te Korre­la­ti­on zwischen der subfovea­len CT und dem systo­li­schen Blut­druck (r = ‑0,450; p<0,001) sowie zwischen dem systo­li­schen Blut­druck und dem CVI (r = ‑0,401; p<0,001) bestand.

(tt)

Autoren: Aşıkgarip N et al.
Korrespondenz: Emine Temel; emine912@hotmail.com
Studie: Choroidal structural changes and choroidal vascularity index in patients with systemic hypertension
Quelle: Eur J Ophthalmol 2021; Jul 27;11206721211035615.
Web: dx.doi.org/10.1177/11206721211035615

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