Star­gardt-Krank­heit

Zusammenhang zwischen Degeneration der Photorezeptoren und des Pigmentepithels

8. Mai 2019

PORTLAND (Bier­mann) — Bei der Star­gardt-Krank­heit, einer Form von juve­ni­ler heredi­tä­rer Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on, besteht ein enger Zusam­men­hang zwischen der Atro­phie der Photo­re­zep­to­ren­schicht und der Dege­ne­ra­ti­on der Pigmen­t­epi­thel­schicht der Retina (r=0,96, p<0,0001). Dies zeigt eine prospek­ti­ve Quer­schnitt­stu­die mit 23 Pati­en­ten mit der Stargardt-Krankheit.

Bei allen Pati­en­ten wurden opti­sche Kohä­renz­to­mo­gra­phie (OCT)-Angiographien durch­ge­führt, bei denen sich der Scan auf die Fovea konzen­trier­te. Um den Verlust an Verbin­dun­gen zwischen den inne­ren und äuße­ren Segmen­ten der Photo­re­zep­to­ren (IS/OS) und die Atro­phie des Pigmen­t­epi­thels zu messen, wurden bei allen Pati­en­ten opti­sche Kohä­renz­to­mo­gra­phie (OCT)-Angiographien durch­ge­führt, die sich auf die Fovea konzen­trier­ten. Die Gefäß­dich­te in der Chorio­ca­pil­la­ris wurde anhand von Chorio­ca­pil­la­ris-Angio­gram­men quantifiziert.

Die von IS/OS-Verlust betrof­fe­ne Fläche der Photo­re­zep­to­ren­schicht war um das 1,6‑Fache größer als die von Atro­phie betrof­fe­ne Fläche des Pigmen­t­epi­thels (r2=0,90). Dies spre­che für die Theo­rie, dass die Dege­ne­ra­ti­on der Photo­re­zep­to­ren bei der Star­gardt-Krank­heit der Dege­ne­ra­ti­on des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels voraus­ge­he, schrei­ben die Studienautoren.

Die Atro­phie der Photo­re­zep­to­ren und die Dege­ne­ra­ti­on des Pigmen­t­epi­thels tragen den Autoren zufol­ge syner­gis­tisch zur Verrin­ge­rung der Gefäß­dich­te in der Chorio­ca­pil­la­ris der Ader­haut bei. Aber auch außer­halb der atro­phier­ten Berei­che weise die Gefäß­dich­te in der Chorio­ca­pil­la­ris Anoma­lien auf. Die Chorio­ca­pil­la­ris-Gefäß­dich­te war sowohl in Berei­chen mit IS/OS-Verlust sowie Pigmen­t­epi­thela­tro­phie (85,6±2,7%; p<0,0001) als auch in Berei­chen mit isolier­tem IS/OS-Verlust (93,6 ±1,0%; p=0,0011) und isolier­ter Pigmen­t­epi­thela­tro­phie (94,1 ±1,1%; p=0,0065) signi­fi­kant gerin­ger als normal (99,0±0,17%). Auch inner­halb intak­ter Berei­che tendier­te die Gefäß­dich­te der Chorio­ca­pil­la­ris dazu mit der Verklei­ne­rung der Fläche abzu­neh­men (97,6±0,38%; r=0,68).

Die Autoren resü­mie­ren, dass diese Ergeb­nis­se sowie die in der Studie ange­wen­de­ten Tech­ni­ken sich als nütz­lich erwei­sen könn­ten, um Endpunk­te für klini­sche Studi­en zu entwickeln.

(nec)

Autoren: Alabduljalil T et al.
Korrespondenz: Casey Eye Institute, Oregon Health &amp; Science University, Portland, OR, USA; yangp@ohsu.edu
Studie: Correlation of Outer Retinal Degeneration and Choriocapillaris Loss in Stargardt disease using en faceOCT and OCT Angiography
Quelle: Am J Ophthalmol 2019 Feb 13.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2019.02.007

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