Retin­i­tis pigmento­sa

Wahrscheinlichkeit einer totalen Erblindung untersucht

28. September 2019

CHICAGO (Bier­mann) – Retin­i­tis pigmento­sa (RP) ist eine ange­bo­re­ne pigmen­tä­re Netz­haut­dys­tro­phie, bei der Pati­en­ten beim peri­phe­ren, nächt­li­chen und schließ­lich beim fovea­len Sehen beein­träch­tig sind. Aussa­gen in der Lite­ra­tur deuten darauf hin, dass der Verlust der Sehschär­fe bei diesen Pati­en­ten zur völli­gen Erblin­dung führen kann.

In einer retro­spek­ti­ven Analy­se wurde nun die Sehschär­fe bei einer großen Kohor­te von RP-Pati­en­ten unter­sucht, um deren schwer­wie­gends­te Beein­träch­ti­gung der Sehschär­fe einschließ­lich der Wahr­schein­lich­keit einer tota­len Erblin­dung zu bestim­men. Die Analy­se, veröf­fent­licht im „Retina“, zeigt, dass nur eine kleine Anzahl der RP-Pati­en­ten in der in Chica­go unter­such­ten Kohor­te eine voll­stän­di­ge Erblin­dung entwi­ckel­te.

In der retro­spek­ti­ven Quer­schnitts­ana­ly­se wurden die Charts von 1095 RP-Pati­en­ten über­prüft. Die Über­prü­fung konzen­trier­te sich auf die Analy­se von Pati­en­ten mit 20/200 oder schlech­te­rem Sehver­mö­gen im besser sehen­den Auge (n=215).

Die Autoren stell­ten fest, dass 0,46% der einge­schlos­se­nen Pati­en­ten keine Licht­wahr­neh­mung in jedem Auge zeig­ten. 92% der unter­such­ten Pati­en­ten konn­ten eine Visus­ta­fel lesen. Der Anteil der Pati­en­ten, die nur Hand­be­we­gun­gen, Fingerzäh­lun­gen oder Licht­emp­fin­dun­gen sahen, lag bei 6,8%.

(isch)

Autoren: Vezinaw CM et al
Korrespondenz: Gerald A. Fishman; gerafish@uic.edu
Studie: Visual Impairment in Retinitis Pigmentosa
Quelle: Retina 2019 Sept 23.
Web: https://doi.org/10.1097/IAE.0000000000002649

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