Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen

Messungen der morphologischen und biomechanischen Parameter der Hornhaut Referenz für die Bewertung der TAO

18. Juni 2024

GUANGZHOU (Bier­mann) — Ziel einer chine­si­schen Studie war, morpho­lo­gi­sche und biome­cha­ni­sche Verän­de­run­gen der Horn­haut bei Pati­en­ten mit Schild­drü­sen-asso­zi­ier­ter Augen­er­kran­kung (thyro­id-asso­cia­ted ophthal­mo­pa­thy ‚TAO) und deren Zusam­men­hang mit Akti­vi­tät und Schwe­re­grad der Erkran­kung zu untersuchen.
Dazu wurden Pati­en­ten rekru­tiert, bei denen eine TAO diagnos­ti­ziert wurde. Die Pati­en­ten wurden nach Akti­vi­tät und Schwe­re­grad der Erkran­kung in Grup­pen einge­teilt. Alle Proban­den unter­zo­gen sich einer voll­stän­di­gen Unter­su­chung einschließ­lich Magnetresonanztomographie.
Die Horn­haut­to­po­gra­phie wurde mit einem Penta­cam-Gerät ange­fer­tigt, die biome­cha­ni­schen Para­me­ter wurden mit einem CorVis ST-Tono­me­ter ermit­telt. Die Korre­la­tio­nen zwischen den Horn­haut­pa­ra­me­tern, dem klini­schen Akti­vi­tätss­core und dem NOSPECS-Score wurden analy­siert. Zur Bewer­tung der diagnos­ti­schen Genau­ig­keit von Horn­haut­ver­än­de­run­gen bei akti­ver und schwe­rer TAO wurden die Flächen unter den Recei­ver-Opera­ting-Charac­te­ris­tic-Kurven berechnet.
In die Studie wurden 53 Augen mit TAO und 16 gesun­de Augen eingeschlossen.
Der biome­cha­ni­sche CorVis-Index, der tomo­gra­phi­sche und biome­cha­ni­sche Index,  Stei­fig­keits­pa­ra­me­ter bei der ersten Applana­ti­on, die Abwei­chung von der Norma­li­tät bei der poste­rio­ren Topo­gra­phie, die rela­tio­na­le Dicke und die Gesamt­ab­wei­chung von Normal­wer­ten waren bei Pati­en­ten mit TAO signi­fi­kant erhöht (alle P <0,05). Die mini­ma­le Horn­haut­di­cke, die maxi­ma­le rela­tio­na­le Ambró­sio-Dicke und das Verhält­nis der Defor­ma­ti­ons­am­pli­tu­de (DA) waren signi­fi­kant verrin­gert (alle P <0,05).  Der klini­sche Akti­vi­tätss­core war stark posi­tiv mit der poste­rio­ren Eleva­ti­on korre­liert (γ = 0,515, P <0,001).
Der NOSPECS-Score war stark posi­tiv mit der rela­ti­ven Dicke und dem tomo­gra­phi­schen und biome­cha­ni­schen Index korre­liert (γ = 0,429 und 0,515, P <0,001) und nega­tiv mit der maxi­ma­len rela­ti­ven Ambró­sio-Dicke (γ = ‑0,53, P <0,001).
Darüber hinaus konn­ten die maxi­ma­le Ambró­sio-Rela­ti­ons­di­cke und die Ambró­sio-Rela­ti­ons­di­cke durch den hori­zon­ta­len Meri­di­an in der Unter­schei­dung zwischen leich­ter TAO und mittel­schwe­rer TAO (Flächen unter der Empfän­ger-Opera­ti­ons-Kenn­li­nie, 0,799 und 0,769) verwen­det werden.
Bei Pati­en­ten mit TAO können verschie­de­ne morpho­lo­gi­sche und biome­cha­ni­sche Verän­de­run­gen der Horn­haut auf das Vorlie­gen einer Entzün­dung hinwei­sen. Messun­gen der morpho­lo­gi­schen und biome­cha­ni­schen Para­me­ter der Horn­haut könn­ten daher als Refe­renz für die Bewer­tung der TAO dienen. (ak)

Autoren: Zhang T et al.
Korrespondenz: yanghs64@126.com
Studie: Corneal Morphological and Biomechanical Changes in Thyroid-Associated Ophthalmopathy
Quelle: Cornea. 2024 May 1;43(5):564-570.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000003357

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