Retro­spek­ti­ve Fallserie

Bilaterale Lochblendenimplantation als mögliche Therapieoption bei irregulärem Astigmatismus

24. Mai 2021

BELO HORIZONTE (Bier­mann) – Brasi­lia­ni­sche Augen­ärz­te unter­such­ten im Rahmen einer retro­spek­ti­ven Fall­se­rie die Option einer intrao­ku­la­ren Loch­blen­den­im­plan­ta­ti­on (Xtra Focus intrao­cu­lar pinho­le, IOPH) bei irre­gu­lä­rem Horn­hau­t­astig­ma­tis­mus unter­schied­li­cher Genese.
In die Fall­se­rie konn­ten 31 Augen von 16 Pati­en­ten einge­schlos­sen werden. Die durch­schnitt­li­che Nach­be­ob­ach­tungs­zeit lag bei 27 Mona­ten (5 bis 66 Monate). Im Verlauf der Nach­be­ob­ach­tung wurden mono­ku­la­rer und binoku­la­rer unkor­ri­gier­ter und korri­gier­ter Visus. Weiter­hin wurden Anga­ben zu einer mögli­chen Sehver­schlech­te­rung bei Dunkel­heit sowohl nach der Implan­ta­ti­on in das erste Auge als auch nach Implan­ta­ti­on ins zweite Auge regis­triert. Drei Pati­en­ten wurden aufgrund von Beschwer­den beim Sehen im Dunkeln nach Opera­ti­on des ersten Augen ausgeschlossen.
Der mitt­le­re mono­ku­la­re und binoku­la­re unkor­ri­gier­te Fern­vi­sus verbes­ser­te sich von 1,091 logMAR (+/- 0,208) und 1,078 logMAR (+/-0,259) präope­ra­tiv auf  0,342 (+/-0,091) (P < 0,001) und 0,342 (+/- 0,147) (P = 0,001) nach einem Jahr post­ope­ra­tiv. Schwer­wie­gen­de Kompli­ka­tio­nen nach Implan­ta­ti­on der Loch­blen­de wurden nicht registriert.
Die bila­te­ra­le Loch­blen­den­im­plan­ta­ti­on der Xtra Focus IOPH erwies sich als siche­re Tech­nik mit signi­fi­kan­ter Visus­bes­se­rung für eine ausge­wähl­te Pati­en­ten­grup­pe. Limi­tiert wurde diese  Thera­pie­op­ti­on jedoch durch auftre­ten­de Proble­me bei Dämme­rung und Dunkelheit.
(ak)

Autoren: Trinidade B et al.
Korrespondenz: bruno.trindade@ioct.org.
Studie: Bilateral implantation of a supplementary intraocular pinhole
Quelle: J Cataract Refract Surg. 2021 May 1;47(5):627-633.
Web: https://doi.org/10.1097/j.jcrs.0000000000000492

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