Reti­no­cho­ro­ida­le Gefäß­ver­än­de­run­gen beim Schlafapnoe-Syndrom

Biomarker für Krankheitsverlauf

29. Juli 2021

CHANDIGARH (Bier­mann)  Eine aktu­el­le Studie hat gezeigt, dass das obstruk­ti­ve Schlaf­apnoe-Syndrom (OSAS) reti­no­cho­ro­ida­le Para­me­ter verän­dern kann, und eine recht­zei­ti­ge Inter­ven­ti­on die Hämo­dy­na­mik verbes­sern könnte.

Diese Gefäß­ver­än­de­run­gen könn­ten als Marker zur Bestim­mung des Anspre­chens auf die Thera­pie und zur Über­wa­chung des Krank­heits­ver­lau­fes dienen, so das Resü­mee der Autoren.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 36 Pati­en­ten (Zeit­raum Septem­ber 2018 bis März 2020) aus der HNO-Klinik eines großen Schwer­punkt­kran­ken­hau­ses in die prospek­ti­ve Studie auf. Die Pati­en­ten wurden in 3 Grup­pen aufge­teilt: Gruppe A bilde­ten Pati­en­ten, die chir­ur­gisch (Uvulo­pa­la­to­pha­ryngo­plas­tik) versorgt wurden. Gruppe B bestand aus Pati­en­ten, bei denen eine Thera­pie mit konti­nu­ier­li­chem posi­ti­vem Atem­wegs­druck (CPAP) durch­ge­führt wurde. Bei den Pati­en­ten der Gruppe C erfolg­te keine Intervention.

Mithil­fe der Swept-Source(SS)-OCT und der OCT-Angio­gra­phie (OCT‑A) wurden folgen­de reti­no­cho­ro­ida­le Para­me­ter zu Studi­en­be­ginn und 6 Monate nach der Thera­pie analy­siert: Reti­na­di­cke (RT), Ader­haut­di­cke (CT), Ader­haut­vasku­la­ri­täts­in­dex (CVI), arte­rio­ve­nö­ses Verhält­nis (AVR) sowie Kapil­lar­dicht­e­in­dex (CDI) im ober­fläch­li­chen und tiefen reti­na­len Kapillarplexus.

Die Forscher ermit­tel­ten in Gruppe A einen signi­fi­kan­ten Anstieg der CT nach 6 Mona­ten (332,76 ±86,41µm) im Vergleich zum Ausgangs­wert (306,28 ±78,19µm; p=0,0004). Ebenso verstärk­te sich der CDI im ober­fläch­li­chen und tiefen Kapil­lar­ple­xus nach 6 Mona­ten (sCDI: 0,65 ±0,04µm; dCDI: 0,38 ±0,01µm) im Vergleich zum Ausgangs­wert (sCDI: 0,62 ±0,03µm; dCDI: 0,36 ±0,02µm; p=0,004 und p=0,002).

In der Gruppe B kam es gleich­wohl zu einem Anstieg der CT nach 6 Mona­ten (361,38 ±78,63µm) im Vergleich zum Ausgangs­wert (324,21 ±76,97µm; p=0,008). Hier zeigte der CVI eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung nach 6 Mona­ten (65,74 ±1,87%) gegen­über dem Ausgangs­wert (67,36 ±1,57%; p=0,019).

In der Gruppe C verrin­ger­te sich nur der CDI im tiefen Kapil­lar­ple­xus signi­fi­kant nach 6 Mona­ten (0,35 ±0,01) gegen­über dem Ausgangs­wert (0,36 ±0,02; p=0,003).

(tt)

Autoren: Jayakumar K et al.
Korrespondenz: Vishali Gupta;vishalisara@yahoo.co.in
Studie: Reversibility of retinochoroidal vascular alteration in patients with obstructive sleep apnea after continuous positive air pressure and surgical intervention
Quelle: Indian J Ophthalmol 2021; Jul;69(7):1850-1855.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_3150_20

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