Reti­na­ler Venenverschluss

Verbesserung der makulären Blutung mit Visusverbesserung assoziiert

26. August 2020

ATLANTA (Bier­mann) – Eine Sekun­där­ana­ly­se der klini­schen Studi­en SCORE (Stan­dard Care versus COrti­cos­te­ro­id in REti­nal Vein Occlu­si­on Study) und SCORE2 (Study of COmpa­ra­ti­ve Treat­ments for REti­nal Vein Occlu­si­on 2) unter­such­te den Zusam­men­hang intra­r­e­ti­na­ler maku­lä­rer Blutun­gen und der Sehschär­fe bei Augen mit zentra­lem oder hemi­re­ti­na­lem Venen­ver­schluss (CRVO oder HRVO), die mit Afli­ber­cept oder Beva­ci­zumab behan­delt wurden oder unter Beob­ach­tung stan­den. Nach Aussa­ge der Studi­en­au­toren legen die Ergeb­nis­se der Sekun­där­ana­ly­se nahe, dass eine intra­r­e­ti­na­le maku­lä­re Blutung ein wich­ti­ger Indi­ka­tor für die Krank­heits­schwe­re beim reti­na­len Venen­ver­schluss ist.

Für die retro­spek­ti­ve Analy­se wurden die Daten der 362 Teil­neh­mer aus SCORE2 und 88 Teil­neh­mer aus SCORE verwen­det. Die Teil­neh­mer erhiel­ten bis zum 6. Monat monat­lich Afli­ber­cept oder Beva­ci­zumab intra­vit­re­al oder unter­la­gen bis zum 8. Monat der reinen Beob­ach­tung. Das Haupt­er­geb­nis war der „visual acuity letter score“ (VALS).

Eine verrin­ger­te Blutungs­flä­che bis zum 6. Monat wurde bei 70,7% (116/164) der mit Afli­ber­cept behan­del­ten Augen und bei 63,8% (104/163) der mit Beva­ci­zumab behan­del­ten Augen beob­ach­tet. Bei den unter Beob­ach­tung stehen­den Augen zeig­ten zum 8. Monat 42,2% (27/64) der Augen eine redu­zier­te Blutungs­flä­che (p<0,01).

Im Vergleich zu Augen mit Blutung während des Follow-ups hatten Afli­ber­cept-behan­del­te Augen ohne Blutung im 6. Monat eine mitt­le­re VALS-Verbes­se­rung von 8,0 (99%-Konfidenzintervall [KI] 1,9–14,2); mit Beva­ci­zumab behan­del­te Augen ohne Blutung hatten im 6. Monat eine mitt­le­re VALS-Verbes­se­rung von 3,2 (99%-KI –4,6 bis 11,0); Augen unter Beob­ach­tung ohne Blutung hatten im 8. Monat eine mitt­le­re VALS-Verbes­se­rung von 13,5 (99%-KI 0,4–26,5).

Im 6. Monat waren das Vorhan­den­sein von Blutun­gen und die Verän­de­rung der zentra­len Fovea­di­cke signi­fi­kant mit der Verän­de­rung des VALS asso­zi­iert. Die zentra­le Fovea­di­cke war jedoch ein wich­ti­ge­rer Prädiktor.

Eine Verbes­se­rung der Blutung während des Follow-ups war mit einer Verbes­se­rung der Sehschär­fe und den vorher­ge­sag­ten Verän­de­run­gen der Sehschär­fe asso­zi­iert, was laut Studi­en­au­toren nicht allein mit der zentra­len Fovea­di­cke erklär­bar sei.

(isch)

Autoren: Hendrick A et al.
Korrespondenz: Paul C VanVeldhuisen; score2@emmes.com
Studie: SCORE2 Report 13: Intraretinal Hemorrhage Changes in Eyes with Central or Hemiretinal Vein Occlusion Managed with Aflibercept, Bevacizumab or Observation. Secondary Analysis of the SCORE and SCORE2 Clinical Trials
Quelle: Am J Ophthalmol 2020; Aug 20.
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2020.08.030

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