Reti­na­ler Venen­ast­ver­schluss mit Maku­la­ö­dem nach Anti-VEGF-Therapie

Gefäßdichte korreliert mit retinaler Dicke und finaler Sehschärfe

12. September 2022

PEKING (Bier­mann) – Eine Reduk­ti­on der reti­na­len Gefäß­dich­te (VD) im Bereich einer reti­na­len Venen­ast­throm­bo­se (VAT) mit sekun­dä­rem Maku­la­ö­dem () korre­liert mit einer Abnah­me der voll­stän­di­gen reti­na­len Dicke (RT) nach einer Anti-VEGF-Thera­pie und einer dadurch beding­ten Resorp­ti­on des . Dieses Fazit ziehen die Autoren einer aktu­el­len Arbeit. Darin vermu­ten sie ferner, dass die VD zu Beginn der VAT ein Prädik­tor für die finale Netz­hautatro­phie und die Sehschär­fe (VA) darstel­len könnte, indes auch die Desin­te­gri­tät der Ellip­so­id-Zone (EZ) ebenso eine Rolle zu spie­len scheint.

In ihre retro­spek­ti­ve Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler 46 Patienten/Augen mit VAT und , die mit Rani­bi­zumab behan­delt wurden, ein. 39 Part­ner­au­gen bilde­ten die Kontroll­grup­pe. Die Arbeits­grup­pe teilte die Studi­en­au­gen weiter in die Atro­phie-Gruppe und die Nicht­atro­phie-Gruppe auf. Nach­fol­gend analy­sier­ten die Forschen­den Aufnah­men der OCT und der OCT-Angio­gra­phie (OCT‑A) nach voll­stän­di­ger Resorp­ti­on des . Unter­sucht wurden die Fläche der fovea­len avasku­lä­ren Zone (FAZ), die Länge der Desin­te­gri­tät der EZ, die voll­stän­di­ge RT sowie die VD des ober­fläch­li­chen (SCP) und tiefen (DCP) Kapil­lar­ple­xus der zentra­len Fovea und des Quadran­ten mit der gerings­ten VD (lowQ-VD).

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die lowQ-VD im SCP und DCP in der Atro­phie-Gruppe signi­fi­kant gerin­ger ausfie­len als in der Nicht­atro­phie-Gruppe (25,76 ±4,57 vs. 36,21 ±6,47%; p<0,001 und 27,72 ±17,23 vs. 38,95 ±1,05%; p=0,001). Die lowQ-VD sowohl im SCP als auch im DCP korre­lier­ten stark mit der voll­stän­di­gen RT im lowQ (r=0,763 und 0,698; beide p<0,001). Des Weite­ren stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass die Länge der Desin­te­gri­tät der EZ signi­fi­kant mit der RT im lowQ (r=-0,406; p=0,005) sowie mit der lowQ-VD im SCP (r=-0,298; p=0,044) korre­lier­te. Mithil­fe der multi­plen linea­ren Regres­si­ons­ana­ly­se beob­ach­te­ten die Exper­ten zudem, dass die Länge der EZ-Desin­te­gri­tät, die VA vor der Thera­pie sowie das Pati­en­ten­al­ter signi­fi­kant mit der VA nach komplet­ter Remis­si­on des korre­lier­ten (p=0,020; p=0,033; p=0,002).

(tt)

Autoren: Li Z et al.
Korrespondenz: Xiaobing Yu; yuxiaobing@sina.com
Studie: Structural and Visual Changes in Branch Retinal Vein Occlusion Patients with Retinal Atrophy
Quelle: J Ophthalmol 2022; Aug 18;2022:8945467.
Web: dx.doi.org/10.1155/2022/8945467

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