Reti­na­le Zentral­ven­en­throm­bo­se mit Makulaödem

Simultane Injektion von Dexamethason und Ranibizumab wirkt synergistisch

6. April 2022

JINAN (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Studie aus China haben gezeigt, dass die gleich­zei­ti­ge Injek­ti­on eines Dexa­me­tha­son-Implan­ta­tes und des VEGF-Inhi­bi­tors Rani­bi­zumab bei Pati­en­ten mit reti­na­lem Zentral­ve­nen­ver­schluss und sekun­dä­rem Maku­la­ö­dem (CRVO-ME) zu einer signi­fi­kan­ten Verbes­se­rung der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA) und der Morpho­lo­gie führt. Das Sicher­heits­pro­fil wurde dabei als güns­tig beurteilt.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen im Zeit­raum Januar 2020 bis April 2021 insge­samt 25 Patienten/25 Augen mit CRVO-ME in ihre retro­spek­ti­ve Beob­ach­tungs­stu­die ein, bei denen eine simul­ta­ne intra­vit­rea­le Injek­ti­on mit Rani­bi­zumab (0,5 mg) und einem Dexa­me­tha­son-Implan­tat (0,7 mg) durch­ge­führt wurde. Die Arbeits­grup­pe bestimm­te und verglich die BCVA, die zentra­le Netz­haut­di­cke (CRT) und den Augen­in­nen­druck (IOD) präope­ra­tiv und 2 Wochen sowie monat­lich bis Monat 6 post­ope­ra­tiv. Zusätz­lich bewer­te­te die Gruppe okulä­re und syste­mi­sche Nebenwirkungen.

Die Forscher stell­ten fest, dass die mitt­le­re BCVA von 52,2±5,06 ETDRS-Buch­sta­ben (0,2 dezi­mal) präope­ra­tiv auf 70,12±5,46 Buch­sta­ben (0,5 dezi­mal) nach 6 Mona­ten anstieg (p<0,01). Ebenso verrin­ger­te sich die mitt­le­re CRT von 583,76±121,09 µm präope­ra­tiv auf 309,76±30,41 µm nach 6 Mona­ten (p<0,01). Die stärks­te Verbes­se­rung der Werte trat nach 2 Mona­ten ein (BCVA 70,8±5,8; CRT 298,80±29,97 µm).

Unge­ach­tet dessen stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass die Wirkung der Substan­zen bei allen Pati­en­ten nach durch­schnitt­lich 4,44±0,51 Mona­ten nach­ließ (BCVA 65,76±5,76; CRT 345,48±39,81 µm). Im entspre­chen­den Zeit­raum erfolg­te eine 2. kombi­nier­te Injek­ti­on, worauf­hin sich die Werte wieder rapide verbesserten.

Als häufigs­te Neben­wir­kun­gen traten ein Hypo­s­phag­ma bei 22% der Augen sowie ein erhöh­ter IOD bei 18% der Pati­en­ten auf, der durch die Appli­ka­ti­on von 1 Antig­lau­kom­a­to­s­um kontrol­liert werden konnte. In insge­samt 4% der Fälle kam es zu einer subkap­su­lä­ren Linsen­trü­bung nach der 2. Injek­ti­on. Die Ophthal­mo­lo­gen beob­ach­te­ten weder schwer­wie­gen­de okulä­re noch syste­mi­sche Nebenwirkungen.

(tt)

Autoren: Du X et al.
Korrespondenz: Yanjuan Sheng; 522268941@qq.com
Studie: The Efficacy of Simultaneous Injection of Dexamethasone implant and Ranibizumab into Vitreous Cavity on Macular Edema Secondary to Central Retinal Vein Occlusion
Quelle: Front Pharmacol 2022; Mar 1;13:842805.
Web: dx.doi.org/10.3389/fphar.2022.842805

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