Reti­na­le Schicht­di­cke und Gefäß­dich­te nach Macula-off-Ablatio

Meist ist keine komplette Erholung möglich

29. November 2021

TÄBRIS (Bier­mann) – Bei einer rheg­ma­to­ge­nen Abla­tio (RRD) mit abge­ho­be­ner Makula (Macula-off) bleibt häufig ein struk­tu­rel­ler und vasku­lä­rer Netz­hautscha­den bestehen. Es kommt nicht nur zu einer Atro­phie der äuße­ren Netz­haut­schich­ten, sondern auch zu einer Verrin­ge­rung der Gefäß­dich­te (VD). Das schrei­ben die Autoren einer aktu­el­len Studie, und vermu­ten, dass die fovea­le VD (FD-300) als Biomar­ker für den post­ope­ra­ti­ven Gefäß­sta­tus und für die visu­el­le Progno­se geeig­net sei.

In ihre prospek­ti­ve, inter­ven­tio­nel­le Fall-Kontroll-Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler 24 Pati­en­ten mit Macula-off-RRD ein, bei denen es zu einer erfolg­rei­chen Wieder­an­la­ge mittels Buckel­chir­ur­gie gekom­men war.

Die Arbeits­grup­pe beur­teil­te 10 Monate post­ope­ra­tiv die Dicke der Netz­haut­schich­ten sowie die VD mithil­fe der OCT-Angio­gra­phie gegen­über den Para­me­tern des gesun­den Partnerauges.

Die Forscher ermit­tel­ten eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung der Dicke der äuße­ren zentra­len Netz­haut­schich­ten im Vergleich zum Kontrollau­ge (Dicke: äußere plexi­for­me Schicht zur Bruch-Membran 153,1±24,3 µm vs. 166,2±15,1 µm; p=0,003; Dicke: Ellip­so­ide Zone zur Bruch-Membran 51,2±9,3 µm vs. 57,35±3,8 µm; p=0,009). Es bestand kein signi­fi­kan­ter Unter­schied zum Part­ner­au­ge in Bezug auf die inne­ren Netzhautschichten.

Des Weite­ren stell­ten die Reti­no­lo­gen fest, dass die VD inner­halb eines 300 µm brei­ten Berei­ches um die fovea­le avasku­lä­re Zone (FAZ; FD-300) bei dem operier­ten Auge signi­fi­kant gerin­ger war als beim Kontrollau­ge (46,28±7,12% vs. 51,01±4,73%; p=0,016). In einem Umkreis von 1 mm um die Fovea bestand jedoch kein Unter­schied zwischen den Augen bezüg­lich der VD des reti­na­len ober­fläch­li­chen und tiefen Kapillarplexus.

Demge­gen­über erwies sich die ober­fläch­li­che para­fovea­le VD als verdünnt gegen­über dem kontralate­ra­len Auge (46,24±5,30% vs. 49,52±5,93%; p=0,026), wohin­ge­gen kein signi­fi­kan­ter Unter­schied beider Augen in Bezug auf die tiefe para­fovea­le VD vorlag (49,93±4,29% vs. 51,88 ±4,79; p=0,137). Zwischen beiden Grup­pen trat kein Unter­schied hinsicht­lich der FAZ-Fläche oder ‑Peri­me­trie auf.

(tt)

Autoren: Hassanpoor N et al.
Korrespondenz: Mohamad Reza Niyousha; mreza63neusha@gmail.com
Studie: Analysis of Retinal Layers' Thickness and Vascular Density after Successful Scleral Buckle Surgery
Quelle: J Curr Ophthalmol 2021; Oct 22;33(3):304-309.
Web: dx.doi.org/10.4103/2452-2325.329078

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