Reti­na­le Mikrogefäße

Niedrigere Gefäßdichte nach COVID-19 im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen

7. Dezember 2020

MASHHAD (Bier­mann) – Pati­en­ten, die sich von COVID-19 erholt hatten, zeig­ten in einer Beob­ach­tungs­stu­die Verän­de­run­gen in den reti­na­len Mikro­ge­fä­ßen, einschließ­lich einer signi­fi­kant nied­ri­ge­ren Gefäß­dich­te (VD) im ober­fläch­li­chen (SCP) und tiefen reti­na­len Kapil­lar­ple­xus (DCP). Bei Pati­en­ten mit einer Coro­na­vi­rus-Infek­ti­on bestehe daher mögli­cher­wei­se das Risiko reti­na­ler Gefäß­kom­pli­ka­tio­nen, so das Fazit der Arbeits­grup­pe aus dem Iran und der USA.

In die verglei­chen­de Fall-Kontroll-Studie wurden 31 Pati­en­ten, die sich von COVID-19 erholt hatten sowie 23 gesun­de alters­an­ge­pass­te Kontroll­per­so­nen einge­schlos­sen. Die Gefäß­dich­te der Makula sowie die fovea­le avasku­lä­re Zone (FAZ) wurden mittels opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­fie-Angio­gra­fie (OCTA) quan­ti­fi­ziert. Die Spec­tral-Domain-OCTA der Makula wurde mindes­tens 2 Wochen nach der Erho­lung von COVID-19 durch­ge­führt. Der mitt­le­re Quali­täts­in­dex der Scans betrug in den COVID-Fällen 7,64 ±0,66 und in den norma­len Kontrol­len 8,34 ±0,71 (p=0,001). Alle Bilder mit einem Quali­täts­in­dex von weni­ger als 7 wurden ausgeschlossen.

In den fovea­len und para­fovea­len Regio­nen war die mitt­le­re SCP-VD und DCP-VD in der COVID-Kohor­te signi­fi­kant nied­ri­ger als in der Kontroll­grup­pe. Die FAZ-Fläche war in der COVID-Kohor­te größer, aber dieser Unter­schied war statis­tisch nicht signi­fi­kant. Darüber hinaus war in der COVID-Kohor­te die SCP-VD und DCP-VD bei COVID-19-Pati­en­ten mit einem Kran­ken­haus­auf­ent­halt nied­ri­ger als bei Pati­en­ten ohne Kran­ken­haus­auf­ent­halt. Dies erreich­te jedoch keine statis­ti­sche Signifikanz.

(isch)

Autoren: Abrishami M et al.
Korrespondenz: Mojtaba Abrishami; mojtaba_abrishami@yahoo.com.
Studie: Optical coherence tomography angiography analysis of the retina in patients recovered from COVID-19: A case-control study
Quelle: Can J Ophthalmol 2020 Nov 14:S0008-4182(20)30813-9.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jcjo.2020.11.006

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