ReLEx-SMILE

Gute Langzeitergebnisse bei hoher Myopie

7. Juni 2020

ALEXANDRIA (Bier­mann) – Im Rahmen einer retro­spek­ti­ven Studie analy­sier­ten ägyp­ti­sche Ophthal­mo­lo­gen die Pati­en­ten­ak­ten von 270 Pati­en­ten (495 Augen), welche refrak­tiv­chir­ur­gisch mittels ReLEx-SMILE behan­delt wurden. Davon erhiel­ten 225 Pati­en­ten eine beid­sei­ti­ge Opera­ti­on, während bei 45 Pati­en­ten nur ein Auge behan­delt wurde. Vor dem Eingriff bestand im Mittel eine Myopie von ‑12,84 +/- 2,47 dpt. (10,0 bis ‑14,0 dpt) kombi­niert mit einem durch­schnitt­li­chen Astig­ma­tis­mus von ‑1,17 +/- 1,34 dpt (bis  ‑4,0 dpt). Der mitt­le­re korri­gier­te Fern­vi­sus lag präope­ra­tiv bei 0,2 +/- 0,6 LogMAR.

Einen Monat post­ope­ra­tiv wurde ein durch­schnitt­li­cher sphä­ri­scher Refrak­ti­ons­feh­ler von ‑0,72 +/- 0,88 dpt. (+1 bis ‑1,5 dpt) und ein mitt­le­rer Astig­ma­tis­mus von ‑0,83 +/-1,04 dpt. (bis ‑1,75 dpt) gemes­sen. Der unkor­ri­gier­te Fern­vi­sus lag durch­schnitt­lich bei 0,2 +/- 0,34 LogMAR.
Drei Jahre nach dem Eingriff hatten sich die genann­ten Para­me­ter allen­falls mini­mal, jedoch nicht statis­tisch signi­fi­kant im Vergleich zu den vorhe­ri­gen Befun­den verän­dert. Der sphä­ri­sche Refrak­ti­ons­feh­ler wies nach Ende der Nach­be­ob­ach­tungs­zeit eine statis­tisch signi­fi­kan­te Besse­rung auf ‑1,17 +/- 1,01 dpt auf. Unge­fähr 94% der Pati­en­ten hatten einen unver­än­der­ten unkor­ri­gier­ten Visus oder gewan­nen eine oder mehre­re Reihen hinzu. Bei nur 6% verschlech­ter­te sich der korri­gier­te Fern­vi­sus um eine Reihe, bei 1% um zwei Reihen. Fälle von Horn­hau­tek­ta­sie oder irre­gu­lä­rem Astig­ma­tis­mus traten nicht auf.
Die SMILE biete stabi­le und vorher­sag­ba­re Ergeb­nis­se auch bei bei sehr hoher Myopie, so die Autoren. (ak)

Autoren: Elmassry A et al.
Korrespondenz:  ahmad.elmassry@gmail.com
Studie: Long-Term Refractive Outcome of Small Incision Lenticule Extraction in Very High Myopia
Quelle: Cornea. 2020 Jun;39(6):669-673.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002288

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