Refrak­ti­ve Linsen-Chirurgie

Korrektur von Myopie und Astigmatismus mit phaken torischen IOL sicher und effektiv

6. Dezember 2020

ISFAHAN (Bier­mann) – In einer Studie an 82 Augen von 41 Pati­en­ten wurde der post­ope­ra­ti­ve Verlauf nach Implan­ta­ti­on einer tori­schen implan­tier­ba­ren Coll­a­mer-Linse (T‑ICL) an einem Auge mit der Verwen­dung einer tori­schen Artiflex-IOL (T‑Artiflex) am zwei­ten Auge vergli­chen. Im Verlauf von zwölf Mona­ten post­ope­ra­tiv wurden Astig­ma­tis­mus, Kontrast­emp­find­lich­keit, Endo­thel­zell­zahl und mögli­che Neben­wir­kun­gen untersucht.
Nach einer durch­schnitt­li­chen Nach­be­ob­ach­tungs­zeit von zwölf Mona­ten lag der Sicher­heits­in­dex in der T‑ICL-Gruppe bei 1,40 +/- 0,70 und in der T‑Ar­tiflex-Gruppe bei 1,20 +/- 0,21. Die Effek­ti­vi­täts-Indi­zes lagen bei 1,24 +/- 0,42 und 1,08 +/- 0,23 (P = 0,029).
Insge­samt 39 Augen (95%) mit T‑ICL und 41 Augen (100%) mit T‑Artiflex erreich­ten eine Refrak­ti­on von +/- 1 dpt., wobei 33 Augen (80%) bzw. 34 Augen (83%) inner­halb von +/- 0,5 dpt. lagen. Mittels Vektor­ana­ly­se fand sich eine Erfolgs­ra­te von 0,25 +/- 0,22 bei den T‑ICL-Augen und von 0,24 +/- 0,15 bei T‑Ar­tiflex-Augen.
Das post­ope­ra­ti­ve Kontrast­se­hen erwies sich in beiden Grup­pen unter meso­pi­schen Bedin­gun­gen als gleich. Nach T‑ICL-Implan­ta­ti­on kam es zu einem Endo­thel­zell­ver­lust von 2,18%, nach T‑Ar­tiflex-Implan­ta­ti­on lag der Endo­thel­zell­ver­lust bei 1,95%. Signi­fi­kan­te Kompli­ka­tio­nen fanden sich bei keiner der verwen­de­ten IOL.
Keine der beiden Linsen erwies sich als der ande­ren überlegen.
(ak)

Autoren: Ghoreishi M et al.
Korrespondenz: drkashfi@gmail.com
Studie: Comparison of Toric Implantable Collamer Lens and Toric Artiflex Phakic IOLs in Terms of Visual Outcome: a Paired Contralateral Eye Study
Quelle: Am J Ophthalmol. 2020 Nov;219:186-194
Web: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2020.06.021

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