Refrak­ti­ve Laserchirurgie

SMILE-Technik mit weniger Einfluss auf trockenes Auge und corneale Nervenfasern

26. Juli 2020

BIRMINGHAM (Bier­mann) – Nach refrak­ti­ver Laser­kor­rek­tur kann es zu subjek­ti­ven und objek­ti­ven Beein­träch­ti­gun­gen der Augen­ober­flä­che kommen. Im Rahmen einer Analy­se der Kurz­zeit-Ergeb­nis­se von Femto­se­kun­den-Laser in situ-Kera­to­mi­leu­sis (FS-LASIK) und Small Incisi­on Lenti­cu­le Extrac­tion (SMILE) wurde der Einfluss der OP-Metho­de auf die Entwick­lung eines trocke­nen Auges und die cornea­le Nerven­struk­tu­ren untersucht.

Bei insge­samt 29 Pati­en­ten (16 Pati­en­ten LASIK und 13 Pati­en­ten SMILE) wurden unkor­ri­gier­ter und korri­gier­ter Fern­vi­sus, post­ope­ra­ti­ves sphä­ri­sches Äqui­va­lent, Ocular Surface Dise­a­se Index (OSDI), Frage­bo­gen zum trocke­nen Auge (DEQ‑5), Tränen­fil­m­os­mo­la­ri­tät, Tränen­me­nis­kus­hö­he, Break­up-Time, Stai­ning, Meibom­drü­sen-Atro­phie sowie Status der Horn­hau­ther­ven mittens In vivo konfo­ka­ler Mikro­sko­pie (IVCM) analysiert.

Beide Tech­ni­ken erreich­ten gute refrak­ti­ve und funk­tio­nel­le Ergeb­nis­se. Nach FS-LASIK zeig­ten sich häufi­ger Sympto­me des trocke­nen Auges als nach SMILE (P<0,05). Auch wurde nach FS-LASIK über eine verrin­ger­te Tränen­me­nis­kus­hö­he (ca. 31%) und eine gerin­ge­re Break-up-Time (ca. 40%) berich­tet  (P = 0,005 bzw. P = 0,001), nicht jedoch nach SMILE. Beide Proze­du­ren beein­fluss­ten die Dichte der cornea­len Nerven, wobei dieser Effekt bei der FS-LASIK aller­dings signi­fi­kant stär­ker war (P = 0,001). Nur die cornea­le Nerven­fa­ser­län­ge korre­lier­te mit den im Frage­bo­gen beschrie­be­nen Sympto­men nach FS-LASIK (r = ‑0,545, P = 0,029). (ak)

Autoren: Recchioni A et al.
Korrespondenz: clare.odonnell@optegra.com
Studie: Short-Term Impact of FS-LASIK and SMILE on Dry Eye Metrics and Corneal Nerve Morphology
Quelle: Cornea. 2020 Jul;39(7):851-857.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002312

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