Refrak­ti­ve Laser-Chirurgie

Risikofaktoren für das postinterventionelle trockene Auge

22. November 2019

TEL AVIV (Bier­mann) In einer Studie auf Grund­la­ge einer großen Daten­bank wurden alle Fälle unter­sucht, die zwischen 2008 und 2016 am Care-Vision-Laser-Center in Israel mittels LASIK oder photo­re­frak­ti­ver Kera­tek­to­mie versorgt wurden. Die Pati­en­ten wurden in zwei Grup­pen einge­teilt, je nach­dem, ob sie ein klinisch signi­fi­kan­tes trocke­nes Auge entwi­ckelt hatten oder nicht.

Insge­samt wurden 25.317 Augen von 25.317 Pati­en­ten im durch­schnitt­li­chen Alter von 27,0 +/- 8,3 Jahren einge­schlos­sen. Davon entwi­ckel­ten 1518 Augen (6,0%) ein trocke­nes Auge. Die Pati­en­ten der Gruppe mit trocke­nem Auge waren älter (29,2 +/- 9,0 Jahre bzw. 2706 +/-8,3 Jahre, P<0,001) und der Frau­en­an­teil in dieser Gruppe war höher (48,5% bzw. 44,8%, P = 0.005) als in der Gruppe mit Pati­en­ten ohne post­ope­ra­tiv trocke­nes Auge. Auch war in dieser Gruppe das präope­ra­ti­ve sphä­ri­sche Äqui­va­lent gerin­ger (3,7 +/- 2.0 bzw.  4.0+/- 2,3 dpt, P < 0.001). Der präope­ra­ti­ve best­kor­ri­gier­te Visus war in dieser Gruppe schlech­ter (0,019 +/- 0,057 bzw. 0,016 +/- 0,064 LogMAR, P = 0.04) als in der zwei­ten Gruppe. Auch war der Anteil an präope­ra­ti­ver Versor­gung mit weichen Kontakt­lin­sen gerin­ger (40,6% bzw. 45,5%, P < 0,001). In der Gruppe mit post­ope­ra­tiv trocke­nem Auge war ein hoher Anteil an Pati­en­ten, die sich einer LASIK (52,4% bzw. 38,7%, P < 0,001) mit einer opti­schen Zone von 7,0 mm (18,9% bzw. 16,3%, P < 0,001) unter­zo­gen hatten. Höhe­res Alter (odds ratio (OR) 1,013, P < 0,001) weib­li­ches Geschlecht (OR 0,87, P = 0,009), gerin­ge­rer präope­ra­ti­ver Refrak­ti­ons­feh­ler (OR 1,05, P < 0,001) und LASIK (OR 0,67, P < 0,001) erwie­sen sich als asso­zi­iert mit dem Auftre­ten eines post­ope­ra­tiv trocke­nen Auges.

(ak)

Autoren: Shehadeh-Mashor R. et al.
Korrespondenz: raneen_sh_mash@hotmail.com
Studie: Risk Factors for Dry Eye After Refractive Surgery.
Quelle: Cornea 2019 Dec;38(12):1495–1499.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002152

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