Refrak­ti­ve Laser-Chirurgie

Irreguläre Hornhautastigmatismen nach SMILE im Vergleich zur Femtosekundenlaser-assistierten LASIK

28. November 2019

ALEXANDROUPOLIS/MARBURG (Bier­mann) FS-LASIK (Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­te Laser in situ kera­to­mi­leu­sis) und SMILE (Small Incisi­on Lenti­cu­le Extrac­tion) finden beide in der refrak­ti­ven Laser­chir­ur­gie Anwendung.

In der vorlie­gen­den Studie wurden 32 Augen von 21 Pati­en­ten, welche sich einer SMILE unter­zo­gen hatten mit 32 Augen von 21 Pati­en­ten vergli­chen, die eine Femto­se­kun­den­la­ser-assis­tier­te LASIK erhal­ten hatten. Präope­ra­tiv und drei Jahre post­ope­ra­tiv wurden Scheim­pflug-Aufnah­men ange­fer­tigt. Die Ergeb­nis­se der Fourier-Analy­se von kerato­me­trisch abge­lei­te­ten Para­me­tern (sphä­ri­sche Kompo­nen­te, regu­lä­rer Astig­ma­tis­mus, Asym­me­trien, Irre­gu­la­ri­tä­ten) der vorde­ren, hinte­ren und gesam­ten Horn­haut­flä­che wurden inner­halb von vier konzen­tri­schen Ringen (2 mm, 4 mm, 6 mm und 8 mm Durch­mes­ser) und außer­halb dieser Zone verglichen.

Nach FS-LASIK erhöh­ten sich über die 8 mm-Zone der ante­rio­ren Cornea sowohl der regu­lä­re Astig­ma­tis­mus als auch irre­gu­lä­rer Astig­ma­tis­mus und Asym­me­trie signi­fi­kant (P ≤ 0,002) während die SMILE ledig­lich eine signi­fi­kan­te Erhö­hung des regu­lä­ren Astig­ma­tis­mus und der Asym­me­trie indu­zier­te (P ≥ 0,276), aber die Irre­gu­la­ri­tä­ten verrin­ger­te (P = 0,770). In der 8mm-Zone der poste­rio­ren Cornea erhöh­ten sich die Irre­gu­la­ri­tä­ten signi­fi­kant nach FS-LASIK (P = 0,027), während die SMILE keine signi­fi­kan­ten Verän­de­run­gen der unter­such­ten Para­me­ter verur­sach­te (P ≥ 0,347).

Regu­lä­rer Astig­ma­tis­mus und Irregularitäten/Asymmetrien erhöh­ten sich nach FS-LASIK auch in Bezug auf die Gesamt-Horn­haut signi­fi­kant (P ≤ 0,001), während die SMILE eine signi­fi­kan­te Erhö­hung von regu­lä­rem Astig­ma­tis­mus und Asym­me­trie (P ≥ 0,092), aber eine signi­fi­kan­te Verrin­ge­rung der Irre­gu­la­ri­tä­ten (P < 0,001) verur­sach­te. Die FS-LASIK indu­zier­te eine größe­re Reduk­ti­on der sphä­ri­schen Kompo­nen­te der Gesamt-Horn­haut im 8 mm-Ring (P = 0,009).

(ak)

Autoren: Sideroudi H et al.
Korrespondenz: aposlaz_bsn@hotmail.com
Studie: Fourier Analysis of Corneal Irregular Astigmatism After Small Incision Lenticule Extraction and Comparison to Femtosecond Laser-Assisted Laser In Situ Keratomileusis.
Quelle: Cornea 2019 Dec;38(12):1536–1542.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002029

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