Refrak­tä­res Diabe­ti­sches Maku­la­ö­dem unter Aflibercept-Therapie

Faricimab erweist sich als wirksame Switch-Substanz

21. September 2022

AMARILLO (Bier­mann) – Bei Fari­ci­m­ab (FAB) handelt es sich um den ersten intra­vit­re­al inji­zier­ba­ren bispe­zi­fi­schen Anti­kör­per, der sowohl Angiopoetin‑2 als auch VEGF‑A inhi­biert. Wie ein US-ameri­ka­ni­sche Autoren­duo nun in einer aktu­el­len Veröf­fent­li­chung schreibt, führt eine Umstel­lung von Pati­en­ten mit einem Diabe­ti­schen Maku­la­ö­dem (DMÖ), die gegen eine Thera­pie mit dem VEGF-A-Inhi­bi­tor Afli­ber­cept (AFL) resis­tent sind, auf FAB bei einer signi­fi­kan­ten Anzahl an Pati­en­ten zu einer funk­tio­nel­len und morpho­lo­gi­schen Verbesserung.

In ihre mono­zen­tri­sche retro­spek­ti­ve Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler 51 Pati­en­ten mit DMÖ ein, die in den voran­ge­gan­ge­nen 12 bzw. 6 Mona­ten ≥6 bzw. ≥4 intra­vit­rea­le Injek­tio­nen (IVI) mit AFL im OCT-geführ­ten Treat-and-Extend-Regime erhiel­ten und persis­tie­ren­de reti­na­le Flüs­sig­keit sowie eine zentra­le Maku­la­di­cke (CMT) von ≥300 µm aufwiesen.

Nach­fol­gend wurde die Studi­en­grup­pe (n=24) in einem Zeit­raum von 4 Mona­ten mit 3 FAB-IVI behan­delt, während bei der Kontroll­grup­pe (n=27) weiter­hin IVI mit AFL im entspre­chen­den Zeit­raum 3‑malig erfolgten.

Die Arbeits­grup­pe legte als primä­ren Endpunkt den Prozent­satz an Pati­en­ten fest, der am Ende der 4‑monatigen Studie eine CMT <300 µm ohne Netz­haut­ödem in der OCT erreich­te. Der sekun­dä­re Endpunkt umfass­te den Prozent­satz an Teil­neh­mern, der einen Anstieg der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA) um ≥2 ETDRS-Buch­sta­ben verzeichnete.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass 37,5% der Studi­en- (9/24) und 3,7% der Kontroll­pa­ti­en­ten (1/27) eine CMT <300 µm ohne persis­tie­ren­de Flüs­sig­keit bei der fina­len Kontrol­le erziel­ten (p=0,001). Ebenso konsta­tier­ten die Reti­no­lo­gen in der Studi­en- im Vergleich zur Kontroll­grup­pe einen signi­fi­kant höhe­ren Prozent­satz an Pati­en­ten mit einem Anstieg der BCVA um ≥2 Buch­sta­ben (10/24 vs. 3/27; 41,7% vs. 11,1%; p=0,01).

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend, dass Studi­en mit länge­ren Beob­ach­tungs­zeit­räu­men erfor­der­lich sind, um diese kurz­fris­ti­gen Ergeb­nis­se zu verifizieren.

(tt)

Autoren: Rush RB et al.
Korrespondenz: Ryan B Rush; ryan.rush.md@gmail.com
Studie: Faricimab for Treatment-Resistant Diabetic Macular Edema
Quelle: Clin Ophthalmol 2022; Aug 24;16:2797-2801.
Web: dx.doi.org/10.2147/OPTH.S381503

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