Refrak­tä­re Uvei­tis und mesen­chy­ma­le Stamm­zell­the­ra­pie aus Nabelschnurblut

Therapieoption zeigt hohes therapeutisches Potenzial

16. Dezember 2021

TIANJIN (Bier­mann) – Die Behand­lung mit huma­nen mesen­chy­ma­len Stamm­zel­len aus Nabel­schnur­blut (HUC-MSC) bei thera­pie­re­frak­tä­rer Uvei­tis führt zu einer Verrin­ge­rung der Rezi­div­ra­te, einer anhal­ten­den Remis­si­on, einer allge­mei­nen Verbes­se­rung der best­kor­ri­gier­ten Sehschär­fe (BCVA) sowie einer Verrin­ge­rung der oralen Corti­cos­te­ro­id- und Immun­sup­pres­si­va-Belas­tung. Das schrei­ben die Verfas­ser einer aktu­el­len Studie aus China.

In ihrem retro­spek­ti­ven, nicht­ver­glei­chen­den Review über­prüf­ten die Wissen­schaft­ler im Zeit­raum Dezem­ber 2013 bis Dezem­ber 2017 medi­zi­ni­sche Unter­la­gen zu 4 Pati­en­ten mit thera­pie­re­frak­tä­rer Uvei­tis. Die Pati­en­ten erhiel­ten einma­lig eine intra­ve­nö­se Infu­si­on mit HUC-MSC in einer Dosis von 1x106 Zellen/kg KG, und wurden 1 Tag, 1 Woche, 1,3,6 und 12 Monate nach der Thera­pie kontrol­liert. Blut­pro­ben wurden zu Studi­en­be­ginn, 1,3,6 und 12 Monate nach der Infu­si­on entnom­men und die Leber- und Nieren­funk­ti­ons­wer­te sowie der Spie­gel an Immun­glo­bu­li­nen über­prüft. Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te nach­fol­gend das klini­sche Anspre­chen, die Rezi­div­ra­te, Verän­de­run­gen der Sehschär­fe sowie andere Mess­grö­ßen. Die Nach­be­ob­ach­tungs­zeit betrug ≥12 Monate.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass alle Pati­en­ten (3 Männer, 1 Frau) auf die Behand­lung anspra­chen. Die Exper­ten stell­ten fest, dass sich die Anzahl an Rezi­di­ven pro Jahr von 3,6,4 und 4 Schü­ben vor der Thera­pie auf 0,2,0 und 0 Schübe nach der Behand­lung redu­zier­te. Des Weite­ren beob­ach­te­ten die Uvei­tis­spe­zia­lis­ten, dass die orale Corti­cos­te­ro­id- und Immun­sup­pres­si­va-Thera­pie (Ciclo­s­po­rin [n=3], +Azathio­prin [n=2]), +Colchi­cin [n=1]); Predn­iso­lon 15mg [n=2]), 10 mg n=1]) ohne erneu­ten Schub ausge­schli­chen werden konnte. 3 Pati­en­ten been­de­ten diese Medi­ka­ti­on bei der letz­ten Kontrol­le. Darüber hinaus konsta­tier­ten die Ophthal­mo­lo­gen, dass  sich die BCVA bei 3 Pati­en­ten unter­schied­lich stark verbes­ser­te und bei 1 Pati­en­ten von der ersten bis zur letz­ten Kontrol­le bei 1,0 dezi­mal lag.

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend, dass zukünf­ti­ge Studi­en erfor­der­lich sind, um die Ergeb­nis­se dieser Studie zu verifizieren.

(tt)

Autoren: Yang J et al.
Korrespondenz: Xiao-Min Zhang; xzhang08@tmu.edu.cn
Studie: Human umbilical cord-derived mesenchymal stem cells treatment for refractory uveitis: a case series
Quelle: Int J Ophthalmol 2021; Nov 18;14(11):1784-1790.
Web: dx.doi.org/10.18240/ijo.2021.11.20

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