Refrak­tä­re nicht­in­fek­tiö­se Uvei­tis und Anti-TNF-α-Thera­pie mit Golimumab

Studie präsentiert gutes Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil

21. Juli 2022

TAIZHOU (Bier­mann) – Der rekom­bi­nan­te humane Tumor­ne­kro­se­fak­tor-alpha-Inhi­bi­tor (Anti-TNF‑α) Goli­mum­ab erhielt im Okto­ber 2009 die euro­päi­sche Zulas­sung zur Behand­lung von Pati­en­ten mit thera­pie­re­frak­tä­rer rheu­ma­to­ider und Psoria­sis-Arthri­tis sowie anky­lo­sie­ren­der Spon­dy­li­tis. Die Autoren einer aktu­el­len Studie aus China haben nun gezeigt, dass sich Goli­mum­ab auch als eine geeig­ne­te Thera­pie­op­ti­on bei Pati­en­ten mit thera­pie­re­frak­tä­rer nicht­in­fek­tiö­ser Uvei­tis (NIU) erweist.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 30 Pati­en­ten (49 Augen) mit NIU, die bislang erfolg­los mit Corti­cos­te­ro­iden und/oder Immun­sup­pres­si­va behan­delt worden waren, in ihre Studie ein. Die Behand­lung der Kohor­te umfass­te subku­ta­ne Injek­tio­nen mit 50 mg Goli­mum­ab alle 4 Wochen über einen Zeit­raum von ≥6 Mona­ten. Die Arbeits­grup­pe evalu­ier­te den Grad an Vorder­kam­mer­zel­len und an Glas­kör­per-Haze sowie die zentra­le Maku­la­di­cke bzw. die Sehschär­fe zu Studi­en­be­ginn bzw. 1 (M1), 3 (M3) sowie 6 (M6) Monate nach Therapiebeginn.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich der Grad an Vorder­kam­mer­zel­len von 0,6±0,7 zu Studi­en­be­ginn auf 0,3±0,5 zur M6-Kontrol­le verrin­ger­te (p<0,001). Ebenso redu­zier­te sich der Grad an Glas­kör­per-Haze von 1,2±1,2 initi­al auf 0,4±0,5 zum M6-Besuch (p<0,001), während die zentra­le Maku­la­di­cke im entspre­chen­den Zeit­raum glei­cher­ma­ßen von 351,4±90,8 µm auf 271,8±54,4 µm abnahm (p<0,001).

Demge­gen­über konsta­tier­ten die Uvei­tis-Spezia­lis­ten im Hinblick auf die Sehschär­fe keine signi­fi­kan­te Verbes­se­rung zum Anfangs­wert (0,5±0,3 logMAR) bis M6 (0,4±0,2 logMAR; p=0,096). Des Weite­ren zeigte sich mithil­fe von Subgrup­pen­ana­ly­sen, dass eine voran­ge­gan­ge­ne Anti-TNF-α-Appli­ka­ti­on mit einer schlech­te­ren Wirk­sam­keit von Goli­mum­ab verbun­den war. Zusätz­lich beob­ach­te­ten die Exper­ten bei 13,3% der Pati­en­ten uner­wünsch­te Ereig­nis­se, einschließ­lich erhöh­ter Leber­wer­te (6,7%), Müdig­keit (3,3%) und Haut­aus­schlag (3,3%).

Die Autoren beto­nen abschlie­ßend, dass größer ange­leg­te Studi­en zur Veri­fi­zie­rung der Ergeb­nis­se erfor­der­lich sind.

(tt)

Autoren: Jin Y et al.
Korrespondenz: Xiaoyue Mou; yue83673907@163.com
Studie: The efficacy and safety of TNF inhibitor (golimumab) as salvage treatment in patients with refractory noninfectious uveitis
Quelle: Inflammopharmacology 2022; Jul 8 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1007/s10787-022-01019-6

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