Refrak­tä­re Behçet-Uvei­tis mit reti­na­ler Vaskulitis

Adalimumab in Kombination mit konventioneller Therapie zeigt gute Erfolge

22. Februar 2021

GUANGDONG (Bier­mann)  Es gibt nur wenige Studi­en aus Fern­ost über die Thera­pie mit Anti-Tumor­ne­kro­se­fak­tor-Alpha im Zusam­men­hang mit einer nicht­in­fek­tiö­sen Uvei­tis. Über die Wirkung auf damit zusam­men­hän­gen­de reti­na­le Vasku­lit­i­den (RV) besteht Unklarheit.

Chine­si­sche Wissen­schaft­ler haben in einer aktu­el­len Studie heraus­ge­fun­den, dass sich bei Pati­en­ten, die aufgrund einer schwe­ren refrak­tä­ren Behçet-Uvei­tis (BU) an einer RV litten, die Thera­pie mit Adali­mum­ab (ADA) in Kombi­na­ti­on mit der konven­tio­nel­len Thera­pie (CT) eine besse­re Wirkung zeigte als mit einer allei­ni­gen CT. Bei diesen Pati­en­ten könne ein flexi­ble­res Thera­pie­ma­nage­ment mit ADA in Betracht gezo­gen werden, um eine opti­ma­le Behand­lung zu gewähr­leis­ten, so die Autoren.

In der retro­spek­ti­ven Kohor­ten­stu­die werte­ten die Forscher klini­sche Aufzeich­nun­gen von 42 BU-Pati­en­ten (72 Augen) aus, bei denen eine zuvor behan­del­te, aber schlecht kontrol­lier­te RV vorlag. Alle Pati­en­ten wurden mindes­tens 6 Monate behan­delt (Zeit­raum Febru­ar 2015 bis Septem­ber 2020). Es wurden 2 Grup­pen gebil­det: 21 Pati­en­ten bilde­ten die ADA-Gruppe und 21 Pati­en­ten die CT-Gruppe.

Ziel der Studie war es, den RV-Score zu analy­sie­ren. Weiter­hin unter­such­te die Arbeits­grup­pe die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA), die Rezi­div­ra­te, die Maku­la­di­cke sowie okulä­re Komplikationen.

Die Entzün­dungs­pa­ra­me­ter verbes­ser­ten sich in beiden Grup­pen. In der ADA-Gruppe fanden sich signi­fi­kant besse­re Ergeb­nis­se im Fluoreszenzangiographie(FA)-Score und bei dem Vorder­kam­mer­reiz­zu­stand gegen­über der CT-Gruppe (p<0,05). Die Rezi­div­häu­fig­keit erwies sich in der ADA-Gruppe als signi­fi­kant gerin­ger im Vergleich zur CT-Gruppe (p=0,01). Ebenso konnte die tägli­che Corti­cos­te­ro­id-Dosis in der ADA-Gruppe schnel­ler redu­ziert werden als in der CT-Gruppe (p<0,05). Uner­wünsch­te Ereig­nis­se zeig­ten sich bei 7 Pati­en­ten in der ADA-Gruppe (5 Infek­tio­nen der oberen Atem­we­ge; 2 gastro­in­tes­ti­na­le Beschwer­den) und bei 2 Pati­en­ten in der CT-Gruppe (1 Infek­ti­on der oberen Atem­we­ge; 1 rezi­di­vie­ren­de Zahnfleischschwellung).

(tt)

Autoren: Yang S et al.
Korrespondenz: Dan Liang; liangdan@gzzoc.com
Studie: Comparative study of adalimumab versus conventional therapy in sight-threatening refractory Behçet's uveitis with vasculitis
Quelle: Int Immunopharmacol 2021; Feb 10;93:107430 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1016/j.intimp.2021.107430 

html

Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir die Informationen nur an Fachkreise weitergeben.