Rani­bi­zumab bei nAMD

Individualisierte Therapie bei intraretinaler Flüssigkeitsansammlung

19. März 2021

PAMPLONA (Bier­mann) – In einer Post-hoc-Analy­se der In-Eye-Studie, einer klini­schen Phase-IV-Studie, bewer­te­te eine spani­sche Arbeits­grup­pe bei Pati­en­ten mit neovasku­lä­rer alters­ab­hän­gi­ger Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (nAMD) die Auswir­kung des Flüs­sig­keits­sta­tus zu Studi­en­be­ginn und am Ende der Behand­lung unter drei verschie­de­nen Rani­bi­zumab-Regi­men: Treat-and-Extend (T&E), Pro-Re-Nata (PRN) und fixe zwei­mo­nat­li­che Injek­tio­nen (FBM).

Ihr Ergebn­sis: Während subre­ti­na­le Flüs­sig­keits­an­samm­lun­gen mit guten visu­el­len und anato­mi­schen Ergeb­nis­sen verein­bar sind, führen intra­r­e­ti­na­le Flüs­sig­keits­an­samm­lun­gen bei Pati­en­ten mit nAMD zu schlech­te­ren Ergeb­nis­sen. Die Ergeb­nis­se legen nahe, dass Pati­en­ten mit intra­r­e­ti­na­ler Flüs­sig­keit besse­re Ergeb­nis­se erzie­len, wenn indi­vi­dua­li­sier­te (T&E, PRN) statt fixer Behand­lungs­sche­ma­ta verwen­det werden, so das Fazit der Studienautoren.

Die Pati­en­ten wurden 1:1:1 in die 3 Studien­ar­me rando­mi­siert und entspre­chend behan­delt. Das Vorhan­den­sein und die Art der Flüs­sig­keit – intra­r­e­ti­na­le Flüs­sig­keit oder subre­ti­na­le Flüs­sig­keit – sowie die anato­mi­schen und visu­el­len Ergeb­nis­se wurden ausge­wer­tet. Analy­siert wurden die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA), die mitt­le­re Ände­rung gegen­über dem BCVA-Ausgangs­wert und der Anteil der Augen, die sich um mehr als 15 Buch­sta­ben verbes­sert oder verschlech­tert haben. Ebenso wurden die morpho­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten und die Entwick­lung von Atro­phie und Fibro­se bewertet.

Pati­en­ten mit subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit am Ende der Behand­lung hatten besse­re visu­el­le Ergeb­nis­se als Pati­en­ten mit intra­r­e­ti­na­ler Flüs­sig­keit. Die Persis­tenz von subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit hatte keinen Einfluss auf die mitt­le­re Verän­de­rung des anfäng­li­chen BCVA unter den drei Behand­lungs­sche­ma­ta. Bei Pati­en­ten mit intra­r­e­ti­na­ler Flüs­sig­keit war die mitt­le­re Verän­de­rung gegen­über dem anfäng­li­chen BCVA in der FBM-Gruppe jedoch signi­fi­kant gerin­ger. Intra­r­e­ti­na­le Flüs­sig­keit zu Studi­en­be­ginn sowie am Ende der Behand­lungs­pha­se war mit der Entwick­lung einer Fibro­se am Studi­en­en­de asso­zi­iert; bei Pati­en­ten mit subre­ti­na­ler Flüs­sig­keit wurde das gegen­tei­li­ge Ergeb­nis beobachtet.

(isch)

Autoren: Saenz-de-Viteri M et al.
Korrespondenz: Sergio Recalde; srecalde@unav.es
Studie: Role of intraretinal and subretinal fluid on clinical and anatomical outcomes in patients with neovascular age-related macular degeneration treated with bimonthly, treat-and-extend and as-needed ranibizumab in the In-Eye study
Quelle: Acta Ophthalmol 2021 Mar 15.
Web: https://doi.org/10.1111/aos.14786

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