Punkt­för­mi­ge innere Choroidopathie

RPE-Disruption und choroidale Hyperreflektivität weisen auf sekundäre CNV hin

24. Januar 2022

FUJIAN (Bier­mann) – Bei der inne­ren punkt­för­mi­gen Choro­ido­pa­thie (PIC) handelt es sich um eine entzünd­li­che Auto­im­mun­erkran­kung aus dem Formen­kreis der White-dot-Syndro­me, die durch eine fokale Dege­ne­ra­ti­on des reti­na­len Pigmen­t­epi­thels (RPE) und der Choro­idea charak­te­ri­siert ist.

Die Autoren einer aktu­el­len Studie haben nun gezeigt, dass eine Unter­bre­chung des RPE sowie eine Hyper­re­flek­ti­vi­tät der Choro­idea mit einer sekun­dä­ren choro­ida­len Neovasku­la­ri­sa­ti­ons­mem­bran (CNV) asso­zi­iert und als Biomar­ker geeig­net sind.

In ihre prospek­ti­ve Kohor­ten­stu­die schlos­sen die Wissen­schaft­ler 17 Pati­en­ten (18 Augen) mit PIC ohne CNV ein.

Die Arbeits­grup­pe über­prüf­te mittels der Spec­tral-Domain-OCT (SD-OCT) zu Studi­en­be­ginn sowie nach 4,8 und 12 Wochen morpho­lo­gi­sche Verän­de­run­gen wie choro­ida­le Hyper- und Hypo­re­flek­ti­vi­tät, Disrup­ti­on des RPE sowie Störun­gen der Ellip­so­iden Zone (EZ). Zusätz­lich führte die Gruppe bei jeder Kontrol­le eine OCT-Angio­gra­phie zur Detek­ti­on einer CNV durch.

Mithil­fe des exak­ten Fisher-Tests evalu­ier­ten die Ophthal­mo­lo­gen die Vorher­sa­ge­fä­hig­keit einzel­ner morpho­lo­gi­scher Befun­de und deren Verän­de­run­gen in Bezug auf die Entwick­lung einer CNV.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich bei 5 Augen (27,8%) inner­halb von 4 Wochen eine CNV entwi­ckel­te. Bei allen 5 Augen stell­ten die Exper­ten nach 4,8 und 12 Wochen Störun­gen im RPE und choro­ida­le Hyper­re­flek­ti­vi­tät fest.

Die Inzi­denz für eine RPE-Disrup­ti­on lag bei PIC-Augen mit CNV signi­fi­kant höher als bei denen ohne (p=0,001). Das Risiko für die Entwick­lung einer CNV fiel zudem bei PIC-Augen mit choro­ida­ler Hyper­re­flek­ti­vi­tät höher aus als bei denen ohne (p=1,17x10-3). Des Weite­ren trat bei 2 der 5 Augen nach 4 Wochen ein hypo­re­flek­ti­ves choro­ida­les Areal neben der hyper­re­flek­ti­ven Zone auf, während alle 5 Augen nach 8 Wochen diesen Befund entwi­ckel­ten. Die Inzi­denz für Hypo­re­flek­ti­vi­tät war nach 8 Wochen bei den Augen mit CNV gegen­über denen ohne signi­fi­kant gesteigert.

Ein Scha­den der EZ trat bei allen 18 Augen auf, begann sich nach 4 Wochen zurück­zu­bil­den und unter­schied sich nicht zwischen den Gruppen.

(tt)

Autoren: Chen Y et al.
Korrespondenz: Xiaoxin Li; dr_lixiaoxin@163.com
Studie: RPE disruption and hyper-transmission are early signs of secondary CNV with punctate inner choroidopathy in structure-OCT
Quelle: BMC Ophthalmol 2021; Dec 10;21(1):427.
Web: dx.doi.org/10.1186/s12886-021-02197-7

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