Ptery­gi­um-Chir­ur­gie

Geeignete Verfahren und Fixationstechniken reduzieren die Komplikationsrate

29. Juli 2021

TAMIL NADU (Bier­mann) – Eine aktu­el­le Studie aus Südin­di­en hat gezeigt, dass nach Ptery­gi­um-Chir­ur­gie zwar Kompli­ka­tio­nen auftre­ten können, die Auswahl eines passen­den Verfah­rens für einen bestimm­ten Ptery­gi­um­typ in Kombi­na­ti­on mit einer siche­ren Fixa­ti­ons­tech­nik des Binde­haut­trans­plan­ta­tes aber das Ergeb­nis mit gerin­ger Kompli­ka­ti­ons­ra­te verbes­sern könnte.

Die Wissen­schaft­ler nahmen 2028 Pati­en­ten (2356 Augen), bei denen eine Ptery­gi­um­ex­zi­si­on in einem Schwer­punkt­kran­ken­haus in Südin­di­en erfolgt war (Zeit­raum 2010 bis 2018), in die retro­spek­ti­ve Analy­se auf.

Die Arbeits­grup­pe analy­sier­te folgen­de Eingrif­fe: die konjunk­ti­va­le Auto­trans­plan­ta­ti­on bei primä­rem Ptery­gi­um, die konjunk­ti­va­le limba­le Auto­trans­plan­ta­ti­on bei rezi­di­vier­tem Ptery­gi­um sowie die verti­ka­le gespal­te­ne konjunk­ti­va­le Auto­trans­plan­ta­ti­on bei doppel­köp­fi­gem Ptery­gi­um. Bei allen chir­ur­gi­schen Inter­ven­tio­nen wurde Fibrinkle­ber zur Fixie­rung des auto­lo­gen Trans­plan­ta­tes verwen­det. Die Nach­be­ob­ach­tungs­zeit lag im Durch­schnitt bei 17 Mona­ten (Bereich 6–75 Monate).

Die Forscher ermit­tel­ten als post­ope­ra­ti­ve Kompli­ka­tio­nen ein Hypo­s­phag­ma bei 912 Augen (38,7%), ein Ödem des Trans­plan­ta­tes in 522 Fällen (22,15%), einen Verlust des Trans­plan­ta­tes bei 22 Augen (0,93%), eine Retrak­ti­on des Trans­plan­ta­tes in 692 Fällen (29,37%) sowie eine Verschie­bung des Trans­plan­ta­tes bei 9 Augen (0,38%).

Darüber hinaus stell­ten die Exper­ten bei 4 Augen (0,16%) eine Granu­lom­bil­dung im Gewebe des Wirts­ge­bie­tes und in 5 Fällen (0,21%) im Trans­plan­tat fest. Ein Rezi­div trat bei 34 Pati­en­ten (1,44%) auf.

Des Weite­ren fand die Studi­en­grup­pe heraus, dass sich nur in 1 Fall (0,04%) eine Kerato­ma­la­zie bei rezi­di­vier­tem Ptery­gi­um als schwer­wie­gen­de Kompli­ka­ti­on zeigte.

Zusätz­lich ergab der Vergleich zwischen primä­ren und rezi­di­vier­ten Ptery­gia, dass bei den Rezi­di­ven die Rate an Hypo­s­phag­ma­ta, Ödem und Verlust des Trans­plan­ta­tes sowie Rezi­di­ven signi­fi­kant höher lag (p<0,05).

(tt)

Autoren: Kodavoor SK et al.
Korrespondenz: Shreesha Kodavoor; eskay_03@rediffmail.com
Studie: Profile of complications in pterygium surgery - A retrospective analysis
Quelle: Indian J Ophthalmol 2021; Jul;69(7):1697-1701.
Web: dx.doi.org/10.4103/ijo.IJO_3055_20

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