Prospek­ti­ve Pilotstudie

Ginkgo biloba beeinflusst mikrovaskuläre Morphologie bei gesunden Probanden

13. Januar 2021

SAMSUN (Bier­mann) – Die vier­wö­chi­ge Einnah­me von Ginkgo biloba führt zu vasku­lä­ren morpho­lo­gi­schen Verän­de­run­gen der radia­len peri­pa­pil­lä­ren Kapil­la­ren (RPC), so das Ergeb­nis einer türki­schen Pilot­stu­die. Weite­re klini­sche Studi­en seien erfor­der­lich, um die Verwen­dung und Wirkung bzw. Vortei­le von Ginkgo biloba bei Glau­kom, Opti­kus­neu­ro­pa­thie und ande­ren Erkran­kun­gen des Sehnervs nach­zu­wei­sen, so das Fazit der Autoren.

In die prospek­ti­ve Pilot­stu­die wurden 60 gesun­de Proban­den (60 Augen) einge­schlos­sen. Die Gruppe bestand aus 32 Frauen und 28 Männern mit einem Durch­schnitts­al­ter von 20,57 ±1,16 Jahren. Die Proban­den nahmen 4 Wochen lang einmal täglich morgens Ginkgo-biloba-Extrakt ein (120-mg-Kapsel). Unter­sucht wurden unter ande­rem die best­kor­ri­gier­te Sehschär­fe (BCVA), die subfovea­le Dicke der Choro­idea (sfCT), die reti­na­le Nerven­fa­ser­schicht (RNFL) sowie die Dichte der radia­len peri­pa­pil­lä­ren Kapil­la­ren (RPC) mittels opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­fie-Angio­gra­fie (OCTA).

Nach vier­wö­chi­ger Einnah­me von Ginkgo biloba war die RPC-Gefäß­dich­te peri­pa­pil­lär sowie im supe­rio­ren, infe­rio­ren und tempo­ra­len Quadran­ten signi­fi­kant höher als zu Beginn (p=0,020, p=0,021, p=0,008 und p=0,014). Für die BCVA und die sfCT sowie einige weite­re OCTA-Messun­gen fanden die Autoren keinen signi­fi­kan­ten Unterschied.

(isch)

Autoren: Sabaner MC et al.
Korrespondenz: Mehmet Cem Sabaner; drmcemsabaner@yahoo.com
Studie: Ginkgo Biloba affects microvascular morphology: a prospective optical coherence tomography angiography pilot study
Quelle: Int Ophthalmol 2021 Jan 3.
Web: https://doi.org/10.1007/s10792-020-01663-3

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