PRK

Trotz postoperativer topischer Tetracain-Applikation mehr orale Schmerzmedikation nötig

1. November 2020

SAN ANTONIO (Bier­mann) – Der hier­zu­lan­de unüb­li­che post­ope­ra­ti­ve topi­sche Einsatz von Tetra­cain führt zu einem höhe­ren subjek­ti­ven Schmerz­emp­fin­den nach photo­re­frak­ti­ver Kera­tek­to­mie (PRK). Zu diesem Ergeb­nis kam eine ameri­ka­ni­sche Studie, in welcher die Daten von 231 Pati­en­ten, welche sich im Jahr 2016 einer PRK unter­zo­gen hatten, sowohl auf subjek­ti­ve Schmerzs­cores an Tag 1 und 7 post­ope­ra­tiv als auch auf Geschlecht, Alter, Abla­ti­ons­tie­fe, Ausbil­dungs­stand des Chir­ur­gen (fort­ge­schrit­ten oder in Weiter­bil­dung), topi­schen Einsatz von Tetra­cain und Menge der notwen­di­gen oralen Schmerz­me­di­ka­ti­on analysiert.

Der mitt­le­re Schmerzs­core lag bei 0,78 +/- 1,87 am ersten post­ope­ra­ti­ven Tag und bei 0,03 +/- 0,37 am sieb­ten post­ope­ra­ti­ven Tag. Pati­en­ten, die topi­sches Tetra­cain einsetz­ten, berich­te­ten signi­fi­kant über ein höhe­res Schmerz­le­vel als Pati­en­ten, die kein Tetra­cain appli­zier­ten (P < 0,001 und P = 0,038). Pati­en­ten mit Tetra­cain-Lokalthe­ra­pie setz­ten zusätz­lich auch mehr orale Schmerz­me­di­ka­ti­on ein als Pati­en­ten, welche kein Tetra­cain verwen­de­ten (9,44 +/- 6,01bzw. 7,02 +/- 4,71) (P = 0,022). In Bezug auf den Ausbil­dungs­stand des Chir­ur­gen, die Abla­ti­ons­tie­fe und das Geschlecht der Pati­en­ten erga­ben sich keine Unter­schie­de. (ak)

Autoren: Palochak CA et al
Korrespondenz: cherilyn.palochak@gmail.com
Studie: Assessment of Factors Associated With Postoperative Pain After Photorefractive Keratectomy
Quelle: Cornea. 2020 Oct;39(10):1215-1220.
Web: https://doi.org/10.1097/ICO.0000000000002402

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