Primä­res Offen­win­kel­glau­kom

Zusammenhang zwischen Makula-Gefäßdichte und gesamtem retinalen Blutfluss

17. Mai 2021

LOS ANGELES (Bier­mann) – Ein US-ameri­ka­ni­sches Autoren­team aus Los Ange­les und Port­land hat bei Pati­en­ten mit einem primä­ren Offen­win­kel­glau­kom (POAG) und einem Gesichts­feld­ver­lust (VF) einen Zusam­men­hang zwischen der Makula-Gefäß­dich­te und dem gesam­ten reti­na­len Blut­fluss nach­ge­wie­sen. Dadurch werde die Rolle vasku­lä­rer Fakto­ren in der Patho­phy­sio­lo­gie des POAG unter­stützt, so das Fazit der Autoren.

Insge­samt nahmen 24 Proban­den mit einem POAG und 19 gesun­de Kontroll­per­so­nen an der Studie teil. Die Proban­den wurden einer opti­schen Kohä­renz­to­mo­gra­phie (OCT) und OCT-Angio­gra­phie unter­zo­gen, um die innere Netz­haut-Dicke, die Gefäß­dich­te und den Abstand zwischen großen und klei­nen Gefä­ßen zu messen. Die Dopp­ler-OCT-Bild­ge­bung wurde zur Messung des gesam­ten reti­na­len Blut­flus­ses durch­ge­führt. Bei POAG-Proban­den wurde eine auto­ma­ti­sche Peri­me­trie durch­ge­führt und der Verlust des Gesichts­fel­des, in Form der mitt­le­ren Abwei­chung, gemes­sen.

Im Vergleich zur Kontroll­grup­pe hatte die POAG-Gruppe eine verrin­ger­te Gefäß­dich­te, einen verrin­ger­ten gesam­ten reti­na­len Blut­fluss sowie eine redu­zier­te innere Netz­haut-Dicke und einen erhöh­ten Abstand zwischen den großen Gefä­ßen (p<0,0001).

Eine vermin­der­te Gefäß­dich­te (Pear­son-Korre­la­ti­on, r=0,51; p<0,0001; n=43) und ein erhöh­ter Abstand zwischen großen Gefä­ßen (Spear­man-Korre­la­ti­on, rs=–0,47; p=0,001) korre­lier­te mit einem vermin­der­ten gesam­ten reti­na­len Blut­fluss. Eine vermin­der­te Gefäß­dich­te, ein vermin­der­ter Abstand zwischen klei­nen Gefä­ßen (r≥0,39; p≤0,001; n=43) und ein erhöh­ter Abstand zwischen großen Gefä­ßen (rs=–0,71; p<0,0001) waren mit einer redu­zier­ten inne­ren Netz­haut-Dicke verbun­den.

Ein vermin­der­tes mitt­le­res Gesichts­feld korre­lier­te mit einer vermin­der­ten Gefäß­dich­te, einem vermin­der­ten Abstand zwischen klei­nen Gefä­ßen und einer redu­zier­ten inne­ren Netz­haut-Dicke (r≥0,53; p≤0,001; n=24) sowie mit einem erhöh­ten Abstand zwischen großen Gefä­ßen (rs=–0,84; p<0,0001).

(isch)

Autoren: Cano J et al.
Korrespondenz: Mahnaz Shahidi; mshahidi@usc.eduStudie
Studie: Relationship Between Macular Vessel Density and Total Retinal Blood Flow in Primary Open-angle Glaucoma
Quelle: J Glaucoma 2021 May 12.
Web: https://doi.org/10.1097/IJG.0000000000001880

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