Primä­res Offen­win­kel­glau­kom und okulä­re Hyper­ten­si­on bei chine­si­schen Patienten

Tafluprost beweist gutes Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil in Phase-IV-Studie

29. August 2022

SHANGHAI (Bier­mann) – Bislang besteht ein Mangel an rele­van­ten Studi­en, in denen die Wirk­sam­keit und Sicher­heit des Prosta­glan­din-Analo­gons (PGA) Taflu­prost 0,0015% bei chine­si­schen Pati­en­ten mit primä­rem Offen­win­kel­glau­kom (POWG), bei denen in etwa 70% der Fälle – im Gegen­satz zu Pati­en­ten ande­rer Herkunft – ein Normal­druck­glau­kom vorliegt, unter­sucht wurde. Die Autoren einer aktu­el­len Arbeit haben nun gezeigt, dass Taflu­prost sowohl bei thera­pi­e­nai­ven als auch bei vorbe­han­del­ten chine­si­schen Pati­en­ten mit POWG und okulä­rer Hyper­ten­si­on (OH) zu einer signi­fi­kan­ten Reduk­ti­on des IOD bei gleich­zei­tig güns­ti­gem Sicher­heits­pro­fil führt.

In ihre prospek­ti­ve, multi­zen­tri­sche, nicht­ver­glei­chen­de Phase-IV-Studie schlos­sen die Wissen­schaft­ler im Zeit­raum 27.12.2017 bis 15.04.2020 insge­samt 285 chine­si­sche Patienten/Augen mit POWG oder OH ein und teil­ten diese in 3 Grup­pen auf. Gruppe A bilde­ten 165 thera­pi­e­nai­ve oder seit ≥1 Monat unbe­han­del­te Pati­en­ten, Gruppe B umfass­te 89 Fälle, die den Ziel-IOD <17 mmHg unter einer Mono­the­ra­pie eines ande­ren PGA nicht erreich­ten, und Gruppe C bestand aus 31 Pati­en­ten, die den Ziel-IOD <17 mmHg unter der Thera­pie einer ande­ren antig­lau­kom­a­tö­sen Subs­tanz­klas­se nicht erlang­ten. Der Studi­en­zeit­raum betrug 3 Monate.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass sich der initia­le IOD in Gruppe A von 22,4±4,7 mmHg, in Gruppe B von 21,0±3,5 mmHg und in Gruppe C von 22,5±3,2 mmHg zur fina­len Kontrol­le um 4,7 (19,8%), 1,6 (6,1%) und 4,6 mmHg (20,3%) verrin­ger­te (Gruppe A und C p<0,001; Gruppe B p<0,006).

Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass 57% der Pati­en­ten in Gruppe A bei der Abschluss­kon­trol­le eine IOD-Vermin­de­rung um ≥20% verzeich­ne­te, während 40,4% der Fälle in Gruppe B und 77,4% der Pati­en­ten in Gruppe C eine Reduk­ti­on des IOD um ≥10% erreich­ten. Uner­wünsch­te thera­pie­be­ding­te Ereig­nis­se (n=58) traten bei 46 Teil­neh­mern (15,7%) auf, von denen am häufigs­ten eine konjunk­ti­va­le Hyper­ämie beob­ach­tet wurde (11,6%).

(tt)

Autoren: Sun X et al.
Korrespondenz: Xinghuai Sun; xhsun@shmu.edu.cn
Studie: Effectiveness and safety of tafluprost in primary open-angle glaucoma and ocular hypertension: a post-marketing phase IV study in China
Quelle: BMC Ophthalmol 2022; Aug 5;22(1):332.
Web: dx.doi.org/10.1186/s12886-022-02553-1

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