Primä­res Offen­win­kel­glau­kom und Chir­ur­gie am Schlemm´schen Kanals

CO2-Laser-Ablation bietet Vorteile gegenüber der manuellen Technik

16. September 2022

FUZHOU (Bier­mann) – Wie die Autoren einer neuen Arbeit schrei­ben, stellt eine CO2-Laser-assis­tier­te Kanalo­plas­tik ab exter­no im Vergleich zur konven­tio­nel­len Kanalo­plas­tik mit einem chir­ur­gi­schen Messer ein zeit­spa­ren­des und tech­nisch weni­ger anspruchs­vol­les Verfah­ren mit einer kürze­ren Lern­kur­ve dar. Es geht laut den Forschen zudem mit weni­ger intra­ope­ra­ti­ven Kompli­ka­tio­nen und einer höhe­ren Erfolgs­ra­te in Bezug auf das Iden­ti­fi­zie­ren und Eröff­nen des Schlemm´schen Kanals (SC) einher.

Die Wissen­schaft­ler über­prüf­ten retro­spek­tiv medi­zi­ni­sche Unter­la­gen zu 49 Patienten/Augen mit primä­rem Offen­win­kel­glau­kom, bei denen im Zeit­raum Mai 2020 bis Mai 2021 eine Kanalo­plas­tik mittels eines CO2-Laser-Systems (n=23) oder einer manu­el­len Dissek­ti­on (n=26) – zur Loka­li­sa­ti­on und Eröff­nen der Außen­wand des SC – durch­ge­führt wurde.

Die Pati­en­ten entspra­chen sich in etwa in Bezug auf Alter, Geschlecht, präope­ra­ti­ven Augen­in­nen­druck (IOD), Anzahl einge­setz­ter Antig­lau­kom­a­to­sa (AGM), best­kor­ri­gier­ter Sehschär­fe (BCVA) sowie mitt­le­rer Abwei­chung (MD) und Muster-Stan­dard­ab­wei­chung (PSD) im Gesichtsfeld.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass die intra­ope­ra­ti­ve Zeit zum Eröff­nen des SC in der Laser­grup­pe signi­fi­kant kürzer war als in der konven­tio­nel­len Gruppe (49,33±25,23 sec vs. 116,50±31,79 sec; p<0,01). Ebenso traten bei der Laser­chir­ur­gie weni­ger intra­ope­ra­ti­ve Blutun­gen und Pene­tra­tio­nen der Vorder­kam­mer als bei der konven­tio­nel­len Chir­ur­gie auf (5 vs. 24; p<0,001 und 2 vs. 6; p=0,331). Des Weite­ren erwies sich die Erfolgs­ra­te im Hinblick auf das Iden­ti­fi­zie­ren und Eröff­nen des SC bei den Laser­pa­ti­en­ten als signi­fi­kant höher im Vergleich zu den konven­tio­nell behan­del­ten Pati­en­ten (91,30% vs. 76,92%; 21/23 vs. 20/26; p<0,01).

Demge­gen­über zeig­ten beide Grup­pen eine signi­fi­kan­te Abnah­me des post­ope­ra­ti­ven IOD im Vergleich zum präope­ra­ti­ven Wert (p<0,01), während keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwischen den Grup­pen bestan­den (p=0,238). Glei­cher­ma­ßen unter­schied sich auch die post­ope­ra­ti­ve BCVA nicht signi­fi­kant inter­grup­pal (p=0,389).

(tt)

Autoren: Zhang L et al.
Korrespondenz: Jianhui Zhang; 18065165758@163.com
Studie: Clinical application of the CO2 laser in Ab externo Schlemm's canal surgery
Quelle: Front Med (Lausanne) 2022; Aug 16;9:974056.
Web: dx.doi.org/10.3389/fmed.2022.974056

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