Primä­res Offenwinkelglaukom

Auswirkung von Antiglaukomtropfen auf die Bindehautdicke

21. Juni 2019

VAN (Bier­mann) – Antig­lau­kom­a­tö­se Trop­fen können die Binde­haut­di­cke beein­flus­sen. Dies hat eine Unter­su­chung an der Yuzun­cu Yil Univer­si­tät in Van, Türkei, ergeben.

Zwischen März und Mai 2018 wurden die Binde­haut­di­cken (Epithel und Stroma) mit opti­scher Kohä­renz­to­mo­gra­phie der Vorder­ab­schnit­te bei 49 Augen von Pati­en­ten mit einer Glau­kom­dia­gno­se und bei 51 Augen der Kontroll­grup­pe gemes­sen. Voraus­set­zung war die Anwen­dung antig­lau­kom­a­tö­ser Trop­fen für mindes­tens 6 Monate.

Das Durch­schnitts­al­ter der Pati­en­ten­grup­pe lag bei 65,5 ±8,01 (49–81) Jahren (19 Männer, 12 Frauen). Die Kontroll­grup­pe war im Durch­schnitt 62,70 ±10,03 (48–81) Jahre alt (20 Männer, 16 Frauen; p=0,2). Es wurden hori­zon­ta­le Multi­sek­tio­nen durch­ge­führt, die auf die 3–5 mm vom Limbus entfern­te Binde­haut ziel­ten. Vom Limbus wurden mehre­re Sektio­nen bis zu 10 mm gemacht.

Der Durch­schnitt der Binde­haut­di­cken wurde berech­net und zwischen beiden Grup­pen vergli­chen. Hier­bei zeigte sich ein signi­fi­kan­ter Unter­schied zwischen der Glau­kom- und der Kontroll­grup­pe. Die mitt­le­re Binde­haut­di­cke der Pati­en­ten­grup­pe betrug 182,76 μm ±26,77 (130–240 μm). Die mitt­le­re Binde­haut­di­cke der Kontroll­grup­pe hinge­gen betrug 235,02 μm ±26,26 (185–327 μm). Es gab einen statis­tisch signi­fi­kan­ten Unter­schied zwischen dem Mittel­wert der Binde­haut­di­cken der Pati­en­ten und der Kontroll­grup­pe (p<0,001).

(isch)

Autoren: Tekin S et al.
Korrespondenz: Serek Tekin; drserektekin091@gmail.com
Studie: Evaluation of Antiglaucomatous Drops on Conjunctival Thickness in Patients with Primary Open-Angle Glaucoma
Quelle: J Ocul Pharmacol Ther 2019;35(4):216-222.
Web: https://doi.org/10.1089/jop.2018.0124

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