Primä­res Offen­win­kel- versus primä­res Engwinkelglaukom

Gefäßdichte und Strukturparameter entsprechen sich in etwa

19. Juli 2022

SAN DIEGO (Bier­mann) – Die Autoren einer aktu­el­len Arbeit haben die reti­na­len Gefäß­dich­ten sowie die struk­tu­rel­len Verän­de­run­gen des Sehner­ven­kop­fes sowie der zirkum­pa­pil­lä­ren und maku­lä­ren Region bei Pati­en­ten mit primä­rem Offen­win­kel (POWG)- mit denje­ni­gen bei Pati­en­ten mit primä­rem Engwin­kel­glau­kom (PACG) und ähnli­chen Gesichtsfeld(VF)-Defekten vergli­chen. Darin haben sie gezeigt, dass sich die vasku­lä­ren und morpho­lo­gi­schen Verän­de­run­gen zwischen den beiden Glau­kom­for­men – unter der Voraus­set­zung sich entspre­chen­den funk­tio­nel­len Schä­di­gun­gen – als nahezu iden­tisch zeigen.

Die Wissen­schaft­ler schlos­sen 131 Augen (82 Pati­en­ten) mit POWG (n=78) und PACG (n=53) in ihre Vergleichs­stu­die ein. Die Arbeits­grup­pe unter­such­te mithil­fe der OCT die mini­ma­le Rand­brei­te der Bruch-Membran­öff­nung (BMO-MRW), die zirkum­pa­pil­lä­re reti­na­le Nerven­fa­ser­schicht (cpRNFL) sowie den maku­lä­ren Gangli­en­zell­kom­plex (GCC). Zusätz­lich bestimm­te die Gruppe mittels der OCT-Angio­gra­phie (OCT‑A) die peri­pa­pil­lä­re und maku­lä­re Gefäß­dich­te (VD). Die statis­ti­sche Analy­se erfolg­te anhand linea­rer gemisch­ter Modelle.

Die Forscher ermit­tel­ten, dass keine signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwischen den Grup­pen in Bezug auf Alter (p=0,94) und mitt­le­re Abwei­chung im VF (p=0,78) vorla­gen. Das Verhält­nis von Frauen zu Männern bzw. die axiale Bulbus­län­ge erwies sich in der PACG-Gruppe als höher bzw. kürzer im Vergleich zur POWG-Gruppe (p=0,02 und p<0,001). Des Weite­ren stell­ten die Exper­ten fest, dass sich die cpRNFL (bis auf das nasale Segment) sowie der GCC zwischen den Grup­pen nicht signi­fi­kant unter­schie­den (p>0,05). Ebenso zeig­ten sich die VD der peri­pa­pil­lä­ren und maku­lä­ren Region in beiden Grup­pen vergleich­bar (p>0,05). Zudem konsta­tier­ten die Glau­kom­spe­zia­lis­ten, dass sich die BMO-MRW bei den PACG-Augen zwar in der univa­ria­ten Analy­se als verdick­ter gegen­über den Kompa­ra­to­ren darstell­te, aber wieder­um kein signi­fi­kan­ter Unter­schied zwischen den Grup­pen in der multi­va­ria­ten Analy­se auftrat (p>0,05).

(tt)

Autoren: Mohammadi M et al.
Korrespondenz: Sasan Moghimi; sasanimii@yahoo.com
Studie: Comparison of Vascular Density and Structural Patterns Between POAG and PACG
Quelle: J Glaucoma 2022; Jun 14 (online ahead of print)
Web: dx.doi.org/10.1097/IJG.0000000000002065

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